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Dienstag, 18. Januar 2011

Song Countdown "Mensch si": 9. USA mit Breitbild

9. USA mit Breitbild
Manchmal muss es raus. Druck abbauen, saufen mit den Jungs, dumm quatschen und am Ende des Abends unter eine Eiche an der Loestrasse kotzen. So siehts aus. In Chur sind die Parties wie sonst überall auch, ausser dass sie früher zu Ende sind - was dazu führt, dass wir schneller trinken müssen. Es ist lustig, dass wir nach all den Jahren eigentlich noch immer dieselben Geschichten erzählen. Früher haben wir davon geträumt, wie es irgendwann sein könnte als Rapper. Jetzt sind wir Rapper und träumen davon wie es früher war, als wir noch nicht gerappt haben. Ganz fieser Kreislauf, der mich oft beschäftigt. Wir werden wohl nie zufrieden sein. Als ich von der Studiosession nach Hause ging, erwartete mich im Postfach eine Version. Alelrdings hatten die Jungs im Studio noch ein wenig Homer Simpson vor Augen. Das waren die Breitbilder, verklagt sie! Auf dem Song hätte zudem noch ein sehr bekannter Deutscher Rapper 8 Zeilen spucken sollen, allerdings war sein Part so dermassen beschissen unlustig, dass ich ihn im Garten vergraben habe und nie wieder ein Wort darüber verlieren werde. Ihr müsst gar nicht fragen, wers war. Er schämt sich Heute noch, vermutlich.

Donnerstag, 30. Dezember 2010

After-Weihnachts Neujahrs-Burnout

Ich habe mich rar gemacht. Rarer als Eskimo Rap auf Vinyl. Und zwar im Netz. Denn im Gegensatz zu meinem sonstigen Verhaltensmuster war ich ab dem 24. Dez busy wie Steckdosen: Weihnachtsbesuche, Arbeiten, Sportevents, Konzerte und viel viel Arbeit. Hat gut getan... aber von vorne.
Der 24. war traditionell intim und der 25. genauso. Zumindest bis Mitternacht. Da haben wir nämlich das Selig geöffnet und mit DJ Rocksy aka Mahara McKay eine kleine Gitarrenparty gefeiert. Mit viel Braulio und sehr viel Bier. Da stehen ja auch riesen Biertanks im Club, da muss man ja fast ;) Es war grandios. Man glaubt gar nicht, wer sich alles von zu Hause weggeschlichen hat: Models, Missen, Musiker, Sportler, Spackos, Spinner... explosiv wie Blähungen am Lagerfeuer, sage ich euch!
Mit riesen Kater habe ich mich am 26. deshalb zur Arbeit geschleppt. Wieder Selig und Schall und Rauch in Chur: Staffaliball! In Chur wird ja traditionell der 26. gefeiert. Als ich auf Wikipedia gelesen habe, für was dieser Feiertag steht, musste ich ziemlich gröhlen... aber den Link schenke ich euch nicht - selbersuchen! Im Schall, wo ich aufgelegt habe, spielten Baze und Ian Constable. War riesig. Unglaublich riesig! (Ian Constable ist übrigens ab April mit mir auf grosser Schweiz Tour... Hippiekacke galore!) Das Gelage wurde bis ins Hotel weitergezogen, wo wir dann Gott weiss warum Zeugen eines überforderten Lobby Pagen wurden, der nicht wusste, wie man einen falschen Feueralarm abstellt. Wers schon Mal erlebt hat kennt die Situation: wenns einige Sekunden zu lange falsch klingelt, kommt die Feuerwehr. Bei uns wars dann die Polizei. Ich sass mit Pät und Sägi von QL gemütlich in der Lobby als die ersten Autos vorfuhren und finster dreinblickende Orange Männchen eintraten und irgendwie gar nicht so überrascht waren, mich zu sehen, wie mir lieb gewesen wäre. Nun, da kein Feuer war, blieben sie dann nicht zur Afterparty ;)
Irgendwann Morgens sass ich dann wieder zu Hause vor der Konsole und fand schlafen auch doof, denn es ging ja eh gleich wieder weiter: Spanglercup VIP Biatch! Und zwar so richtig VIP... meinem Vater sind fast die Augen rausgefallen, als er soviel Dekadenz aufs Mal erleben musste. Er mag das glaube ich irgendwie, aber wir sind hald working class hools und so haben wir mehr Zeit damit verbracht, andere auszulachen, als über Sport zu quatschen. Match war gross. Servette hat zwar Sparta geknüppelt, aber dafür gabs einen offenbar bescheissenden Riesenadler , der war geil. Und ob der bescheisst ist mir ziemlich Roger S: who cares?
Nach dem Spiel mit seriös Bier im Tank wurde ich von Chur aus nach Laax verschleppt: Im Riders Palace (der Place to go im Winter!) spielten Breitbild und Plasma (by the way die beste Band wos gibt im Moment) haben den Laden aufgemischt und viele viele lustige Leute haben mir noch mehr Bier in die Hand gedrückt und so wurde gefeiert bis zum Black Out. Wörtlich.
Szenenwechsel: Nur wenige Stunden später stand ich schon wieder im Selig zum arbeiten. Grossstadtgeflüster und Nachlader gaben sich im Laden des Vertrauens die Ehre. Und wie soll ich sagen: auch hier wieder superlative! Unglaubliche Show und superlustig gemischtes Publikum: vom Boxer zum Punk, vom Szeni zum Goth - es sah klasse aus!
All dieses Gefeiere forderte dann allerdings auch seinen Tribut und Gestern ging dann schliesslich überhaupt gar nichts mehr, Baby. Flach. Tschüss. Am Nachmittag war wieder Bewegung angesagt und jetzt bin ich immerhin soweit, dass ich Blogs schreiben kann.
Heute Abend spielen übrigens Sens Unik ihren letzten im Riders Palace... ich gehe also mit Carlos Leal auf Mensch si anstossen :)) Freufreu

Und dann wäre wohl schon fast 2011... fuckin Vorsätze können mich aber Mal wie Topmodels.