Es gibt Leute, die sind wahnsinnig. Und das ist okay.
Es gibt tickende Zeitbomben.
Es gibt akut explodierende oder implodierende Menschen.
Es gibt Menschen, die Springen aus dem Weltall Richtung Erde mit einer Geschwindigkeit jen des Schalls gen die Wüste von Mexiko.
Es gibt Menschen, die rennen davon, sobald jemand laut furzt.
Nach der mühsamen FB Installation von Zattoo schaue ich zum ersten Mal ORF1 seit damals die Färöer in meiner Kindheit auf die Össies berzerk gingen mit Zipfelmützengoalie. Und da müssen wir klar festhalten: Ich mag das Land, die Leute, die Niederlagen gegen die Broncos und die Siege über die Kunstschulen Deutschlands. Ungefähr, you smell me.
Dieser Felix, der muss echt einen an der waffel haben, wie belgische Strassenhändler an Openairs. Aus dem Weltall auf die Erde gumpen. Madre mia, ich hab Schiss ab 3 Meter Höhe in der Badi. Der springt aus fast 5 Mal Himalaya.
Aber es gibt Leute, die springen aus knapp 30cm Wasser in die Pfütze und regen sich über die Feuchtigkeit auf. Sie heulen auch weil man sie darauf hinweist. Das wird dann nicht von Red Bull gesponsort sondern von einem fahrlässigen Kollegenkreis near you.
Einer sitzt in der Kapsel und sonst einer sitzt in seinem geistigen Kuhfladen und redet sich ein, er könne die Welt von sich überzeugen, in dem er sich nicht rauswagt, sondern beginnt Kuhfladen zu studieren. Mit Auszeichnung.
Der eine springt von All zur Erde. Der andere springt vom Rand zur Mitte und sagt: hey, ich hab mich gefunden. Der andere würde das wohl nie behaupten. Gesucht haben beide. Nach unten oder oben.
Kann im All ein Herz brechen? Nunja, im Raumanzug wäre es verheerend, würde der Magen zu brechen beginnen. Da geht die Luft aus. Ein irdisches Herzbrechen bedingt trotzdem viel Druck. Erzähl mir keiner, dir hätten nicht alle deine Suggestivdummheiten bestätigt, du Weltall.
Donnerstag, 24. Januar 2013
Dienstag, 8. Januar 2013
Liebe Postkartenschreiberin B.!
Liebe B.. Vielen Dank für deine Karte, sie hat mich Heute erreicht. Leider ohne Absender. Deshalb versuche ich mein Glück jetzt via Blog, denn du hast erwähnt, dass du hier einen Artikel gelesen hast, der auch der Grund war, warum du mir gedankt hast.
Als allererstes DANKE! Danke, dass du dir die Zeit genommen hast um mir deine Worte zu schreiben. Dein Dank für meine Musik hat mich sehr gefreut, durch die Umstände natürlich entsprechend berührt. Das grösste Glück, dass mir von Zeit zu Zeit widerfährt, ist wenn Leute sich aufrichtig bei mir bedanken. Über die Jahre habe ich oft vergessen, dass es dieses Lob war, was mich ursprünglich angetrieben hat zu schreiben und Musik zu machen. Es war mir immer viel wert. Natürlich ist das Rampenlicht toll, aber sind wir ehrlich, ich bin bei den Randgruppen zu Hause und kann mit dem Trubel inzwischen nicht mehr allzu viel anfangen. Umso schöner, wenn einzelne Lieder für Menschen zu wichtigen Begleitern werden.
Deine Postkarte hat mich aber auch gleichzeitig sehr traurig gemacht. Ich weiss nicht, ob ich hier hin schreiben soll, was genau dir passiert ist, denn ich glaube es hilft keinem, wenn er dein Schicksal mitliest und eigentlich schreibe ich ja nur dir, um dich zu erreichen. Es fällt mir nicht leicht. Für einmal fehlen auch mir die Worte und wo ich oft mit Zitaten oder Weisheiten glänze, bin ich in deinem Fall heillos überfordert, denn ich glaube es gibt keine Worte die hier greifen. Es gibt Krieg im Leben, aber es gibt auch Hoffnung. Es gibt Energien, die wir nicht erahnen können und ich wünsche dir noch einmal soviel davon wie man nur finden kann!
Deine Postkarte enthielt keinen Absender. Vielleicht möchtest du lieber einen gewissen Abstand wahren, was ich natürlich verstehe. Deinen Vornamen hast du hingeschrieben, ich habe ihn erst nach einer Weile entdeckt ganz aussen. Auch der Absendeort gibt einen Hinweis auf deine Herkunft. Trotzdem möchte ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und werde nicht weiter versuchen, herauszufinden, wie ich dich kontaktieren kann. Ich möchte dir aber den Ball zuspielen.
Wir kennen uns nicht, alles was ich von dir weiss, steht in diesem Beitrag und auf der Postkarte. Gerne hätte ich dir persönlich einen Brief zurück geschrieben, dafür bräuchte ich aber eine Anschrift. Es wäre mir allerdings ein aufrichtiges Bedürfnis, dir persönlich die Hand zu geben und vielleicht ein paar Worte zu wechseln, auch um mich zu bedanken. Ich möchte mich nicht aufdrängen, gerade auch weil mir bewusst ist, dass ich vielleicht gar nicht helfen kann in deiner Situation, selbst wenn ich dich treffe. Selbstredend würde, wenn du dich bei mir meldest, alles sehr vertraulich ablaufen, niemand würde etwas erfahren. Es ist mir nur wichtig, dass du weisst, dass wenn du mir die Möglichkeit gibst und es dir Freude bereiten würde, ich dich sehr gerne treffen würde.
Falls du also diesen Blog liest und dich entscheiden solltest, Kontakt aufnehmen zu wollen, bitte tu dies gleichzeitig auf buero@gimmasworld.ch und gimmasworld@gmx.ch ... dieser Weg erscheint mir am einfachsten.
Ich kann auf diesem Weg meine Gefühle kaum in Worte fassen. Deshalb belasse ich es bei dieser einfachen Erklärung. Ich danke dir nochmals von Herzen und hoffe ich kann dir etwas von der Freude zurückgeben, die du mir mit deinem Brief gemacht hast!
Gian-Marco
Als allererstes DANKE! Danke, dass du dir die Zeit genommen hast um mir deine Worte zu schreiben. Dein Dank für meine Musik hat mich sehr gefreut, durch die Umstände natürlich entsprechend berührt. Das grösste Glück, dass mir von Zeit zu Zeit widerfährt, ist wenn Leute sich aufrichtig bei mir bedanken. Über die Jahre habe ich oft vergessen, dass es dieses Lob war, was mich ursprünglich angetrieben hat zu schreiben und Musik zu machen. Es war mir immer viel wert. Natürlich ist das Rampenlicht toll, aber sind wir ehrlich, ich bin bei den Randgruppen zu Hause und kann mit dem Trubel inzwischen nicht mehr allzu viel anfangen. Umso schöner, wenn einzelne Lieder für Menschen zu wichtigen Begleitern werden.
Deine Postkarte hat mich aber auch gleichzeitig sehr traurig gemacht. Ich weiss nicht, ob ich hier hin schreiben soll, was genau dir passiert ist, denn ich glaube es hilft keinem, wenn er dein Schicksal mitliest und eigentlich schreibe ich ja nur dir, um dich zu erreichen. Es fällt mir nicht leicht. Für einmal fehlen auch mir die Worte und wo ich oft mit Zitaten oder Weisheiten glänze, bin ich in deinem Fall heillos überfordert, denn ich glaube es gibt keine Worte die hier greifen. Es gibt Krieg im Leben, aber es gibt auch Hoffnung. Es gibt Energien, die wir nicht erahnen können und ich wünsche dir noch einmal soviel davon wie man nur finden kann!
Deine Postkarte enthielt keinen Absender. Vielleicht möchtest du lieber einen gewissen Abstand wahren, was ich natürlich verstehe. Deinen Vornamen hast du hingeschrieben, ich habe ihn erst nach einer Weile entdeckt ganz aussen. Auch der Absendeort gibt einen Hinweis auf deine Herkunft. Trotzdem möchte ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und werde nicht weiter versuchen, herauszufinden, wie ich dich kontaktieren kann. Ich möchte dir aber den Ball zuspielen.
Wir kennen uns nicht, alles was ich von dir weiss, steht in diesem Beitrag und auf der Postkarte. Gerne hätte ich dir persönlich einen Brief zurück geschrieben, dafür bräuchte ich aber eine Anschrift. Es wäre mir allerdings ein aufrichtiges Bedürfnis, dir persönlich die Hand zu geben und vielleicht ein paar Worte zu wechseln, auch um mich zu bedanken. Ich möchte mich nicht aufdrängen, gerade auch weil mir bewusst ist, dass ich vielleicht gar nicht helfen kann in deiner Situation, selbst wenn ich dich treffe. Selbstredend würde, wenn du dich bei mir meldest, alles sehr vertraulich ablaufen, niemand würde etwas erfahren. Es ist mir nur wichtig, dass du weisst, dass wenn du mir die Möglichkeit gibst und es dir Freude bereiten würde, ich dich sehr gerne treffen würde.
Falls du also diesen Blog liest und dich entscheiden solltest, Kontakt aufnehmen zu wollen, bitte tu dies gleichzeitig auf buero@gimmasworld.ch und gimmasworld@gmx.ch ... dieser Weg erscheint mir am einfachsten.
Ich kann auf diesem Weg meine Gefühle kaum in Worte fassen. Deshalb belasse ich es bei dieser einfachen Erklärung. Ich danke dir nochmals von Herzen und hoffe ich kann dir etwas von der Freude zurückgeben, die du mir mit deinem Brief gemacht hast!
Gian-Marco
Lieber Postkartenschreiber, Liebe Postkartenschreiberin
Vielen Dank für deine Karte, sie hat mich sehr berührt!
Leider hast du keinen Absender hinterlassen, weshalb ich auf diesem Weg versuchen werde an dich heranzutreten. Dein Poststempel ist Chur, weshalb es ein Leichtes wäre sich zu treffen o.ä.... aber ich werde zuerst versuchen, auf diesem Weg ein paar Worte zu verfassen.
Bitte gedulde dich noch ein wenig, ich bin Heute mit Arbeit überladen, werde mich aber Abends hinsetzen und zu schreiben beginnen, mir liegt viel auf der Seele gerade.
Lieber Gruss Gimma / Gian-Marco
Leider hast du keinen Absender hinterlassen, weshalb ich auf diesem Weg versuchen werde an dich heranzutreten. Dein Poststempel ist Chur, weshalb es ein Leichtes wäre sich zu treffen o.ä.... aber ich werde zuerst versuchen, auf diesem Weg ein paar Worte zu verfassen.
Bitte gedulde dich noch ein wenig, ich bin Heute mit Arbeit überladen, werde mich aber Abends hinsetzen und zu schreiben beginnen, mir liegt viel auf der Seele gerade.
Lieber Gruss Gimma / Gian-Marco
Sonntag, 6. Januar 2013
Limonow
Sie sprach leise, etwas Grosses werde
geschehen.
Am Fenster stehend,
der Morgen grau wie das Meer.
Abschied von den dunklen Tagen,
Abschied von der Furcht.
Er schrieb ihre Worte im Kerzenschein
nieder, hielt ein.
Begriffen beide.
Sie berührte mit der Fingerspitze,
das trübe Glas, der Sonnenstrahl riss,
weit am Strich zwischen Himmel und
Boden.
Die Silhouette, die wunderbare,
strammen Schrittes.
Aus dem Kriege, unversehrt.
Einer ging, den Platz beziehend den er
kannte,
ruhig davon.
Einer kam, den Platz beziehend den er
sehnte,
trat herein.
Etwas Grosses geschah.
Etwas Grosses. Eduoard Limonow
Donnerstag, 27. Dezember 2012
Freunde, die mich 2012 schwer beeindruckt haben!
Lasst gut sein, dieses Jahr möchte ich
angesichts der Tatsache, dass ich mich in Therapie befinde die
nächsten 12 Monate, weder einen Abriss der Ereignisse liefern, meine
Erfolge abfeiern, noch sonstwie den Fokus auf mich lenken, obwohl ich
sehr aktiv war. Ich möchte ein paar Leuten hiermit die Ehre
erweisen, denn sie sind es, die mich dieses Jahr beeindruckt,
inspiriert und beeinflusst (gerettet?) haben. Die Liste ist nicht vollständig (einige können, wollen und dürfen hier nicht stattfinden),
sie ist allerdings sehr persönlich. In einer Rangfolge ist sie nicht, sie wurde über Tage hin ergänzt und umgeschrieben. Ich habe versucht, die Worte kurz zu halten und vielleicht auch ein
wenig Spielraum für eigene Gedanken zum gegenseitigen Wechselwirken
zu lassen. Ohne weitere Einleitung möchte ich somit den Fokus auf
die Erwähnten richten, ihr seid meine Helden in einem Jahr.
2 Piraten, die in der Welt keinen Platz
haben, sondern ihren eigenen Platz erfinden, eigene Regeln
aufstellen und Abenteuer mit mir erleben, die nie wieder jemand
erleben können wird ohne sich auf uns berufen zu müssen-.
Volkshelden eines Landes, das wir selber erfunden haben.
Wenn Schönheit auf Talent trifft,
Intelligenz auf Verschrobenheit und jemand seine Visionen in solch
athemberaubendem Tempo umsetzt, bleibt mir nur noch das Staunen. Vom
tiefen Tal in die weite Welt, Sternenbürgerin und Weltensegler und
doch immer wider spontan spätnachts aufegtaucht für einen Schwatz.
Das wahren sich nicht viele flüchtige Bekannte!
Diese 2 Spassvögel haben das Unding
vollbracht, mich tagtäglich wieder vor den Fernseher zu setzen, nur
um eine Halbe Stunde meinem emotionsgewaltigen Alltag entfliehen zu
können. Dank ihnen ist ihr eigenes Medium ein Star und ich hoffe sie
finden in der Zukunft den Weg, ihr Talent mit sich im Einklang
optimal zu nutzen!
Mein kleiner Bruder, der mir letzten
Frühling noch sein Seelenleid und seine Angst klagte, was wir mit
juveniler Musik versucht haben zu vergessen. Danach hat er sich mit
einem unfassbaren Fokus an sein Meisterwerk gemacht, es vollendet und
das wohl schönste Zugeständnis seiner Zeit an genau diese Träume
und Ängste auf Tonträger gebannt. Die Jugend hat ihre Stimme!
Ein sympathischer Heisssporn, der nicht
davor zurückschreckt hinter feindlichen Linien lautstark Mütter und
Götter zu beleidigen für seine Heimat, auch wenn er umgeben ist von
Millionen anders Gläubigen. Hat dann auch noch im Auge des Fürsten
ein entscheidendes Jahrhunderttor gegen die Nationalmannschaft von
Monaco geschossen und sich somit in die Ahnengalerie des FA Raetia.
Kam aus dem nichts, übernahm (m)eine
Zeitungskolumne, ass mit mir einmal zu Mittag, kam einmal vorbei zum
Bier und hat in dieser Zeit und durch ihre Schreibe erreicht, dass
ich väterlichen Stolz empfinde. Stolz, jemals Einfluss auf so eine
talentierte und besondere Person gehabt zu haben mit dem
geschriebenen Wort. Auch wenn ich jetzt die un-googlebar-keit versaut
habe, schon wieder.
Ich habe dieses Jahr mit jedem dieser
beiden Übertalente genau 2 Tage verbracht und auch definitiv den
Anschluss an unsere Freundschaft verpasst durch meinen Rückzug.
Dennoch war es tief inspirierend aus der Ferne zu sehen, wie diese
beiden langjährigen Begleiter sich neu erfunden haben und mit einer
echten neuen Sicherheit und Zufriedenheit an ihrem Werk arbeiten.
Kristina Herz
Meine Cousine. Hatte das Herz in jungen Jahren ihre Heimat zu verlassen, sich ausgerechnet in die kalte Schweiz abzusetzen. Ich habe mit distanzierter Bewunderung beobachtet, wie sie Schritt für Schritt die akademische Leiter hochklettert, nie vergisst am Familienleben teilzunehmen und ihr Privatleben trotzdem wie ein grosses Highschool Musical lebt, das irgendwie stets kurz vor dem Happy-End einblendet. Ich habe nichts als grösste Bewunderung, auch wenn ich zu oft fehle um dabei zu sein. Ein Vorbild. Weiss alles über Fische. Das erklärt einiges.
Kristina Herz
Meine Cousine. Hatte das Herz in jungen Jahren ihre Heimat zu verlassen, sich ausgerechnet in die kalte Schweiz abzusetzen. Ich habe mit distanzierter Bewunderung beobachtet, wie sie Schritt für Schritt die akademische Leiter hochklettert, nie vergisst am Familienleben teilzunehmen und ihr Privatleben trotzdem wie ein grosses Highschool Musical lebt, das irgendwie stets kurz vor dem Happy-End einblendet. Ich habe nichts als grösste Bewunderung, auch wenn ich zu oft fehle um dabei zu sein. Ein Vorbild. Weiss alles über Fische. Das erklärt einiges.
Der König vom Taminatal, über den ich
im Rahmen eines Fests mit Holzfällern Heldenlieder sang und fast zu
Tode erdrückt wurde von diesen, weil sie so stolz waren, dass er mit
dem Jahrhunderttor den ersten Sie unserer Nationalmannschaft
sicherte. Ganz nebenbei eröffnet dieser tolle Mensch auch noch
Schulen in Gambia.
Eine junge wunderschöne Frau, die
Pilotin werden wird. Gnade Gott dem Co-Piloten er möge die Augen auf
den Instrumenten halten. Wenn bei jemandem der Traum niemals in Frage
stehen wird, dann hier!
Legende. Vor Jahren kennengelernt als
HipHop Bekanntschaft auf Umwegen, Kontakt erhalten. Er hat das
unmögliche erreicht, als wäre es das natürlichste der Welt: Als
Spartenmusiker auf permanenter Welttournee, immer fröhlich, stürmt
alle Charts des Genres und meldet sich mal aus Ibiza, mal aus Chile
und mal aus Möhlin und vergisst es tatsächlich nie, mir das Gefühl
zu geben, ich sei der Star in unserer Freundschaft. Absurd aber so
bezeichnend sympathisch!
Haben mich an der Hand genommen und mit
ihrem Fokus, Willen und Kontokorrent gezeigt, das alles immer geht,
wenn man es nur macht. Die grosse Lehre besagt zudem, dass es nicht
wichtig ist, sich selber in den Vordergrund zu stellen, wenn der
Sache gedient ist. Und das weiss ich nur wegen ihnen, ohne dass sie
es je ausgesprochen hätten. Plus die Feedbackregel: Immer zuerst
etwas Positives sagen!
Nicht viele können sich auf die Mappe
schreiben, eine perfekte Buchhändlerin des Vertrauens zu haben, die
7 Tage nach einem Kaffeeklatsch mit einem Buch um die Ecke kommt, das
entweder für weitere 7 Tage den Alltag vergessen lässt oder wie
jüngst zum grossen Begleiter wird. Sie wusste von meinen Krisen,
bevor ich sie hatte.
Nach all den Jahren als Musiker habe
ich mit ihm endlich die Person getroffen, die tatsächlich „offen
für alles“ ist, musikalisch. Wer mit mir im selben Jahr eine
Dubstep Single, einen Skihütten Hit der Zukunft und einen inkognito
Playback Auftritt an einem Schlagerfestival durchzieht, der kann
alles! Ausserdem hat er die meistgehörten Pianoakkorde der Schweiz
gespielt, auch wenn das kaum einer weiss ausser mir. Dieser Mann ist
Musik.
Den mag ich. Den lese ich gern und dem
höre ich gerne zu. Als er mir dann für unser Buch ein paar Stunden
lang Fragen gestellt hat, habe ich erst erfasst, wie wichtig es ist,
diese Geschichte zu erzählen, wie viele Dämonen in mir schlummern
von denen die meisten gar nicht wissen, dass sie tatsächliche
Hintergründe haben. Und mit Dämonen kennt er sich aus, der Mann der
beim Stephen King klingelt!
Du bist gegangen und ich habe weder
Fragen noch Antworten. Die Stunden mit dir waren ein offener
Schlagabtausch mit der Welt und ab Sekunde Eins haben wir uns darauf
geeinigt, dass es keine Logik in Nichts gibt und auch nicht geben
kann. Vielleicht hast du dieses Rätsel plötzlich doch geknackt, ich
bin immernoch dran. Man sieht sich, füll schonmal die Gläser!
Ihr kriegt einen Kollektivaward. Ihr
habt es in den letzten Jahren für mich bewiesen: Es gibt einen Sinn
in dieser ganzen Sache mit Heiraten und Kinder kriegen, mit
zusammenziehen, mit Gruppenurlaub, mit Einladungen zum Nachtessen,
mit Hundesonntagen, mit Auswandern, mit Rückkehren, mit Weltreisen
usw...inklusiver aller Irrationalitäten und Rationalitäten. Wenn es
da ist, ist es da.
Ich kenne absolut niemanden, der
eigentlich dasselbe wie ich tut, und doch so dermassen anders als ich
ist. Vielleicht bewundere ich dich und dein Schaffen auch drum so
dermassen - weil Narzisst der ich bin – ich mich drin erkenne, aber
gleichzeitig neidlos anerkennen muss, dass du dich im ganzen Trubel
und dem Druck nicht verlierst. Und abgesehen davon noch gut kleidest.
Davor habe ich schon lange und werde ich immer grössten Respekt
haben. Und wehe dir, ich halte nicht die Laudatio beim
Kulturpreis!
Und für euch alle - und einige die ich nicht erwähnen durfte oder konnte oder wollte - habe ich ein kleines Video vorbereitet. Zum etwas älteren Song "Min Weg" meiner Band Bucher & Schmid, die wir leider dieses Jahr endgültig auf Eis legen mussten, habe ich aus einigen Aufnahmen der letzten Jahre ein privates Highlightreel gezimmert. Kein grosser Wurf, filmisch und im Schnitt, aber ehrlich und für euch!
Danke fürs 2012! Ich bin noch da. Und ich bin gewachsen.
Und für euch alle - und einige die ich nicht erwähnen durfte oder konnte oder wollte - habe ich ein kleines Video vorbereitet. Zum etwas älteren Song "Min Weg" meiner Band Bucher & Schmid, die wir leider dieses Jahr endgültig auf Eis legen mussten, habe ich aus einigen Aufnahmen der letzten Jahre ein privates Highlightreel gezimmert. Kein grosser Wurf, filmisch und im Schnitt, aber ehrlich und für euch!
Danke fürs 2012! Ich bin noch da. Und ich bin gewachsen.
Sonntag, 23. Dezember 2012
Sorry zu spät Teil 2
Die Zeit steht still. Reisst mich aus dem Hier. Wieder der Typ mit den Akten, Hände auf meinen Schultern.
"Hörst du mich!?"
Schüttelt mich durch, meine Augen fallen auf und zu, entspannt, dann Riss durch die Wirbelsäule, aufrecht sitzend, Blitz im Schädel, straff, Augen weit aufgerissen, Pupillen zu Stecknadeln. Zoom, Fokus. Schockstarre.
"Jajaja...JA!"
Von Links und Rechts schiessen unzählbar viele Bilder auf mich ein. Schäferhund, Bett mit süsslichem Geruch, Amiga500, Jason Vorhees, Teppiche, Ex-Männer, heulender Vater, Balkon, das Hochhaus, die Chemiefabrik, der Fussballplatz, das schlechte Essen, der traurige Abschied, Geld hinterziehen, Verlust des Verstandes, Akdemische Auszeichnung, Röhrenfernseh, orange Kacheln, braune Ringe, der Tisch, die Stühle, die hässlichen Lithos im Gang, Marmortreppen, die Tankstelle, Geruch von Zigaretten, verschiedene Marken, Aschenbecher aus Glas, mein Schrank, diese geknüpften Tepiche, Polstergruppen in Braun, Pijamas, Auffangstation, Scheidungsanwälte, Nomadenleben, Angst im Dunkeln, Senf, Brot mit Senf, Spiegeleier, Radio, vergilbter Bildschirm, Mad Hefte, kein Zuhause, gebracht werden, abgeholt werden, gebracht werden von ihr, geholt werden von ihm, Panik vor Gesprächen, Lob für meinen Anstand, kleine Erfolge beim entgiften, sicheres Einkommen, Depression, Krebs, Raucherlunge, Hirnschaden, Zerfall, Vergiftung, der Geruch.
Eine schallende Ohrfeige!
"Da hast du es wieder! Stell dir vor, es ist soweit!"
Ich weiss nicht ob ich die Anzughosen tragen soll oder ob man mir erlaubt in Jeans zu kommen. Jeder Satz wird der falsche sein, jede Floskel einschneiden, jeder Zustand unbehaglich. Die Flucht ist zu Ende, stellen wir uns. Es wird alles hochkommen, jetzt wird die Kontrolle verloren. Der kleine Junge will Rechenschaft von mir. Er steht hinter mir mit dem Messer. Ich stehe hinter mir, mit dem Messer.
"Hörst du mich!?"
Schüttelt mich durch, meine Augen fallen auf und zu, entspannt, dann Riss durch die Wirbelsäule, aufrecht sitzend, Blitz im Schädel, straff, Augen weit aufgerissen, Pupillen zu Stecknadeln. Zoom, Fokus. Schockstarre.
"Jajaja...JA!"
Von Links und Rechts schiessen unzählbar viele Bilder auf mich ein. Schäferhund, Bett mit süsslichem Geruch, Amiga500, Jason Vorhees, Teppiche, Ex-Männer, heulender Vater, Balkon, das Hochhaus, die Chemiefabrik, der Fussballplatz, das schlechte Essen, der traurige Abschied, Geld hinterziehen, Verlust des Verstandes, Akdemische Auszeichnung, Röhrenfernseh, orange Kacheln, braune Ringe, der Tisch, die Stühle, die hässlichen Lithos im Gang, Marmortreppen, die Tankstelle, Geruch von Zigaretten, verschiedene Marken, Aschenbecher aus Glas, mein Schrank, diese geknüpften Tepiche, Polstergruppen in Braun, Pijamas, Auffangstation, Scheidungsanwälte, Nomadenleben, Angst im Dunkeln, Senf, Brot mit Senf, Spiegeleier, Radio, vergilbter Bildschirm, Mad Hefte, kein Zuhause, gebracht werden, abgeholt werden, gebracht werden von ihr, geholt werden von ihm, Panik vor Gesprächen, Lob für meinen Anstand, kleine Erfolge beim entgiften, sicheres Einkommen, Depression, Krebs, Raucherlunge, Hirnschaden, Zerfall, Vergiftung, der Geruch.
Eine schallende Ohrfeige!
"Da hast du es wieder! Stell dir vor, es ist soweit!"
Ich weiss nicht ob ich die Anzughosen tragen soll oder ob man mir erlaubt in Jeans zu kommen. Jeder Satz wird der falsche sein, jede Floskel einschneiden, jeder Zustand unbehaglich. Die Flucht ist zu Ende, stellen wir uns. Es wird alles hochkommen, jetzt wird die Kontrolle verloren. Der kleine Junge will Rechenschaft von mir. Er steht hinter mir mit dem Messer. Ich stehe hinter mir, mit dem Messer.
Freitag, 21. Dezember 2012
Sorry zu spät
Sorry, zu spät
oder
Sorry zu spät - ohne Komma
Ich kam zu spät, mit dem (zu) späten Sorry.
Du darfst dir einreden, dass du im Recht bist. Du darfst dir die eigene Wahrheit zurechtlegen wie eine vorbezahlte Nutte, sie nach deinen Vorstellungen rannehmen, die kleinen süssen Gemeinheiten aus ihr stossen, sie benutzen als dein Mittel gegen die von tief unten anschleichende Gewissheit, zu lügen.
Keiner wundert sich, wenn du dich als Opfer von abstrusen Verschwörungen oder permanenter Kritik siehst. Deine Lebenserfahrung gilt fast immer als Passe-partout für bornierte Gesetze, die du über dein Scheitern nagelst mit harten, hasstriefenden Holzbrettern ans Uhrwerk, das grosse, gewaltige.
Dutzende Paare trennen sich. Wo die Liebe hinfällt, findet sie auch Fluchtwege, Schlupflöcher. Was sich einst schwor eins zu sein, spaltet irgendwann das innerste Atom wegen anderer Kleinigkeiten. Die Geschichten, du kennst sie alle. Von der fremden Person im Bett bis zum schwindenden Traum, vom erloschenen Feuer bis zum urkundenfälschenden Traumprinzen mit Doppelleben. Wenn das Zahnrad der Trennungsgründe einrastet, mögen zwar zwei verschiedene Uhrzeiten angezeigt sein, aber die Stunde schlägt, gegen alle Willen, in jeder Logik.
Die Zeit fliesst weiter, die Uhren fliessen weiter, neue Rädchen beleben den Schwung. Neue Zeitabschnitte lassen neue Zeitreisende mitfliessen, man entwickelt, sich, Gefühle, neue Lebensstränge, neue Begleitung, neue Leitung. Die Zeit ist Heil und Zuflucht, Wunder und liebevoller Aufbautrainer.
Zeitsprung. Wo ich dachte, meine Zeit sei gekommen, kam die Zeit mich ranzunehmen. Zur vollen Stunde, ruckt, springt zurück, will Vergangenheit sein, stellt Fragen zur Richtigkeit des Verlaufs.
Du darfst dir einreden was du willst, aber du kannst dich nicht rausreden, wenn die Zeitung in der neuen Auflage plötzlich anders abrechnet.
Das hast du dir anders vorgestellt. Das Pendel bleibt stehen. Ein Mann im weissen Kittel betritt dein Atelier, knallt dir die Fakten auf den Tisch und gibt dir einen Auftrag: zähl rückwärts. Geh, ganz langsam, mit dem Zeigefinger auf dem Verlauf der gemeinsamen Fotostrecken nach hinten. Versuch dich ganz genau zu erinnern, wer du einmal warst, wem du wer warst und was aus dir wurde währenddessen. Lass dir keine Zeit, beginn, such den Fehler bei dir, an dir, in dir. Die Uhr ist geduldig, aber wenn sie springt, will sie dir einen Sprung zeigen. Er findet sich dort, wo dein Bild von dir zu verzerren beginnt, wo du aufbegehrst, wo du zum Trugbild mutierst, wo du mit dem Finger auf andere Stränge zeigst und dich auf Sinuswellen verlierst und die Wahrheit zu biegen beginnst.
Falls du deine Wahrheit verbogen hast, deine Wahrheit in Wahrheit einen Bogen macht, du dich verloren hast, dann, ja dann bist du richtig hier.
Sieh dich an, Meister über dein eigenes Recht, Erfinder der Gesetze, schäbiger Dieb mit verschobener Optik, sie es dir an. Du warst es, du hast dich verloren, dich weggestohlen und mit dem Finger von dir weggezeigt während alle, aber gar alle es anders erlebten.
Es gnade dir Gott am Tag an dem du verstehst, dass du die Schuld trägst am Ende des schönsten gemeinsamen Traums. Kommst du dann zu spät, wird der Zeiger für immer an dieser Stelle springen.
oder
Sorry zu spät - ohne Komma
Ich kam zu spät, mit dem (zu) späten Sorry.
Du darfst dir einreden, dass du im Recht bist. Du darfst dir die eigene Wahrheit zurechtlegen wie eine vorbezahlte Nutte, sie nach deinen Vorstellungen rannehmen, die kleinen süssen Gemeinheiten aus ihr stossen, sie benutzen als dein Mittel gegen die von tief unten anschleichende Gewissheit, zu lügen.
Keiner wundert sich, wenn du dich als Opfer von abstrusen Verschwörungen oder permanenter Kritik siehst. Deine Lebenserfahrung gilt fast immer als Passe-partout für bornierte Gesetze, die du über dein Scheitern nagelst mit harten, hasstriefenden Holzbrettern ans Uhrwerk, das grosse, gewaltige.
Dutzende Paare trennen sich. Wo die Liebe hinfällt, findet sie auch Fluchtwege, Schlupflöcher. Was sich einst schwor eins zu sein, spaltet irgendwann das innerste Atom wegen anderer Kleinigkeiten. Die Geschichten, du kennst sie alle. Von der fremden Person im Bett bis zum schwindenden Traum, vom erloschenen Feuer bis zum urkundenfälschenden Traumprinzen mit Doppelleben. Wenn das Zahnrad der Trennungsgründe einrastet, mögen zwar zwei verschiedene Uhrzeiten angezeigt sein, aber die Stunde schlägt, gegen alle Willen, in jeder Logik.
Die Zeit fliesst weiter, die Uhren fliessen weiter, neue Rädchen beleben den Schwung. Neue Zeitabschnitte lassen neue Zeitreisende mitfliessen, man entwickelt, sich, Gefühle, neue Lebensstränge, neue Begleitung, neue Leitung. Die Zeit ist Heil und Zuflucht, Wunder und liebevoller Aufbautrainer.
Zeitsprung. Wo ich dachte, meine Zeit sei gekommen, kam die Zeit mich ranzunehmen. Zur vollen Stunde, ruckt, springt zurück, will Vergangenheit sein, stellt Fragen zur Richtigkeit des Verlaufs.
Du darfst dir einreden was du willst, aber du kannst dich nicht rausreden, wenn die Zeitung in der neuen Auflage plötzlich anders abrechnet.
Das hast du dir anders vorgestellt. Das Pendel bleibt stehen. Ein Mann im weissen Kittel betritt dein Atelier, knallt dir die Fakten auf den Tisch und gibt dir einen Auftrag: zähl rückwärts. Geh, ganz langsam, mit dem Zeigefinger auf dem Verlauf der gemeinsamen Fotostrecken nach hinten. Versuch dich ganz genau zu erinnern, wer du einmal warst, wem du wer warst und was aus dir wurde währenddessen. Lass dir keine Zeit, beginn, such den Fehler bei dir, an dir, in dir. Die Uhr ist geduldig, aber wenn sie springt, will sie dir einen Sprung zeigen. Er findet sich dort, wo dein Bild von dir zu verzerren beginnt, wo du aufbegehrst, wo du zum Trugbild mutierst, wo du mit dem Finger auf andere Stränge zeigst und dich auf Sinuswellen verlierst und die Wahrheit zu biegen beginnst.
Falls du deine Wahrheit verbogen hast, deine Wahrheit in Wahrheit einen Bogen macht, du dich verloren hast, dann, ja dann bist du richtig hier.
Sieh dich an, Meister über dein eigenes Recht, Erfinder der Gesetze, schäbiger Dieb mit verschobener Optik, sie es dir an. Du warst es, du hast dich verloren, dich weggestohlen und mit dem Finger von dir weggezeigt während alle, aber gar alle es anders erlebten.
Es gnade dir Gott am Tag an dem du verstehst, dass du die Schuld trägst am Ende des schönsten gemeinsamen Traums. Kommst du dann zu spät, wird der Zeiger für immer an dieser Stelle springen.
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