Kennt ihr das? Auf der Glücksradwand leuchtet genau ein Buchstabe von 8 möglichen. Gesucht wird ein Ort. Und es gibt immer diesen einen Kandidaten, der dann so etwas sagt wie "Gummiboot".
Ich bin - trotz aller stetigen Gerüchte - ein fairer Kerl. Ich helfe. Ob Frondienst, Workshops, Sozi egal... ich bin immer wieder am Start, wenn man helfen kann. Wenn man mich richtig böse machen will, behandelt man am besten einfach Leute ungerecht. Da werde ich zu Hulk. Meine Waffe ist das geschriebene Wort. Ich wehre mich, manchmal auch für andere. Und wie ich letzte Woche erfahren habe, manchmal auch zu heftig und aus nicht nachvollziehbaren Gründen.
Ich hatte ja meine kleine private Streiterei mit dem 20Min am laufen. Das war irgendwann so verfestigt, dass es zu einem gegenseitigen Totschweigen mutierte. So sa ich mich denn auch total auf der sicheren Seite, machte mir keine Gedanken mehr zu den Sachverhalten und schrieb das im Hinterkopf unter "Nebenereignis" ab. Ja, und das wärs denn auch geblieben, hätte nicht eine zufällige Begegnung mit einem der dort arbeitenden Zünftler ein Gespräch ergeben, dieses wiederum ein anderes und jenes schliesslich noch ein drittes.
Nun, ich möchte nicht mehr auf die Details der Geschichte eingehen, aber es ist eine Entschuldigung in aller Form fällig. Ich habe jetzt eine lange Zeit gedacht, ich hätte absolut recht gehabt mit meiner Tirade, aber dem ist nicht so. Ich habe mir eine Geschichte zusammengebastelt aus Gerüchten, Falschinformationen und Vermutungen. Im Prinzip genau das, was ich den Betroffenen vorgeworfen habe. Endpeinlich. Mir war durch meine eigene Schutzwand der Selbstsicherheit nicht bewusst, dass ich von einem Missverständnis ausging, als ich meine Angriffe gegen 2 Redakteure gestartet habe und das ist dumm. Einige Leute hätten mich damals vielleicht auch darauf hinweisen können, dass sie mir nicht die ganze Wahrheit erzählt haben. Dumm gelaufen.
Auf jeden Fall sorry. Es tut mir leid, dass ich diese Nummer abgezogen habe. Sorry Nick, Sorry Cap. Sorry 20 Min.
Gruss euer Plagegeist Gimli
Montag, 7. Februar 2011
Mittwoch, 2. Februar 2011
Die Angst davor, etwas zu verlieren, was man gar nicht mehr hat
Morgen gehts rund. Und die Tage darauf wohl auch. Ich weiss es nicht genau. Morgen sind noch einmal eine handvoll spannender Gespräche angesagt. Direkt anschliessend danach gehts an den Flughafen und weg für 4 Tage. 5 Stern Hotel und absolutes runterfahren im Blitzmodus. Meine Befürchtung ist, dass es mir ähnlich gehen könnte wie im Sommer auf Ibiza, wo ich dermassen low war als ich ankam, dass ich beinahe jeden Tag mehr als 12 Stunden geschlafen habe. Ich freue mich zwar, aber mir ist auch sehr unwohl. Ich gebe wieder Dinge aus der Hand, die ich nur zu gerne kontrollieren würde.
Am Sonntag kehre ich wieder zurück. Und dann wird ein vermutlich relativ einschneidendes Interview im Umlauf sein. Es geht darum, dass ich eine Auszeit nehmen muss. Eine Auszeit von meinem Hobby. Und wegen dem einzigen verdammten Sinn, den ich wirklich brauche. Wie traurig. Mir wird zur Zeit bewusst, dass alles, aber wirklich alles bei mir endkompliziert und ungesund wird. Dabei wäre ich eigentlich ja okay, wenn nur nicht genau die Dinge, die für mich unentbehrlich oder meine liebsten sind, wenn nur nicht sie auf Talfahrt wären. Mein Gehör, der Hund, die Wohnung, die Eltern, mein Kopf, meine Seele und meine Ideen... sie sind nicht da oder sie sind verschwunden oder sie verschwinden gerade. Ohne Rückgabegarantie oder second chance, Wiederholungen oder Zeitraffer. Es löst sich in Luft auf. Und jetzt diese komischen Wörter, die im Raum schweben: Auszeit, Timeout, Rücktritt, Urlaub, Verbot, Ruhezwang. Sounds fun like hell, right?
4 Tage weg und dann landen, die Zeitung in die Hand nehmen und sich wieder selber anschauen. Ich werde den Artikel lesen und es wird mich endlos ankotzen, die Woche darauf darüber reden zu müssen. Verantwortung, Sozialkompetenz: könnt mich alle am Arsch. Morgen um 6 Uhr klingelt der Wecker und es geht los. Das Experiment "Erholung" beginnt mit einem Interviewmarathon und einer Reise. Es geht weg. Dabei wäre doch alles, was ich bräuchte hier. Alles ausser mir.
Am Sonntag kehre ich wieder zurück. Und dann wird ein vermutlich relativ einschneidendes Interview im Umlauf sein. Es geht darum, dass ich eine Auszeit nehmen muss. Eine Auszeit von meinem Hobby. Und wegen dem einzigen verdammten Sinn, den ich wirklich brauche. Wie traurig. Mir wird zur Zeit bewusst, dass alles, aber wirklich alles bei mir endkompliziert und ungesund wird. Dabei wäre ich eigentlich ja okay, wenn nur nicht genau die Dinge, die für mich unentbehrlich oder meine liebsten sind, wenn nur nicht sie auf Talfahrt wären. Mein Gehör, der Hund, die Wohnung, die Eltern, mein Kopf, meine Seele und meine Ideen... sie sind nicht da oder sie sind verschwunden oder sie verschwinden gerade. Ohne Rückgabegarantie oder second chance, Wiederholungen oder Zeitraffer. Es löst sich in Luft auf. Und jetzt diese komischen Wörter, die im Raum schweben: Auszeit, Timeout, Rücktritt, Urlaub, Verbot, Ruhezwang. Sounds fun like hell, right?
4 Tage weg und dann landen, die Zeitung in die Hand nehmen und sich wieder selber anschauen. Ich werde den Artikel lesen und es wird mich endlos ankotzen, die Woche darauf darüber reden zu müssen. Verantwortung, Sozialkompetenz: könnt mich alle am Arsch. Morgen um 6 Uhr klingelt der Wecker und es geht los. Das Experiment "Erholung" beginnt mit einem Interviewmarathon und einer Reise. Es geht weg. Dabei wäre doch alles, was ich bräuchte hier. Alles ausser mir.
Montag, 31. Januar 2011
Die Kunst des Krieges
Sei kein Aggressor, solange nicht deine Familie angegriffen wird. Das vorweg. Wenn du angegriffen wirst, analysiere zuerst deine eigenen Schwachpunkte. Wo bis du angreifbar und wie kannst du dich schützen? Ist der Angriff für dein Gegenüber rechtens oder ein Akt der Willkür? Willst du ihn nur parieren und verweisen oder gehst du zum Gegenangriff über? Kennst du seine Schwächen? Kannst du Leute mobilisieren, die deinen Gegner ebenfalls angreifen wollen - dir zu Hilfe oder aus eigenen Intressen.
Dann analysiere seine Schwachpunkte, sammle informationen, suche nach Argumenten und persönlichen Schwächen, Fehlern, offensichtlichen Problemen und Achilles.
Und dann hau ihm die Scheisse um die Ohren, dass ihm hören und sehen vergeht, stell ihn bloss, quäl ihn, zerr ihn vors Tribunal, peinige seine Helfer, stärke seine Feinde und schiesse immer wieder, so lange bis er aufgibt. Solange du einen starken Rücken hast, kann dir nichts passieren.
Daraus lerne: greife niemals jemanden an, wenn du nicht absolut sicher sein kannst, dass er mit doppelter Härte zurückschlagen kann. Greife nie jemanden aus Bosheit an und schon gar nicht aus Dummheit.
Dann analysiere seine Schwachpunkte, sammle informationen, suche nach Argumenten und persönlichen Schwächen, Fehlern, offensichtlichen Problemen und Achilles.
Und dann hau ihm die Scheisse um die Ohren, dass ihm hören und sehen vergeht, stell ihn bloss, quäl ihn, zerr ihn vors Tribunal, peinige seine Helfer, stärke seine Feinde und schiesse immer wieder, so lange bis er aufgibt. Solange du einen starken Rücken hast, kann dir nichts passieren.
Daraus lerne: greife niemals jemanden an, wenn du nicht absolut sicher sein kannst, dass er mit doppelter Härte zurückschlagen kann. Greife nie jemanden aus Bosheit an und schon gar nicht aus Dummheit.
Song Countdown "Mensch si": 4. "Nur für mi" & 5. "Mensch si" mit Carlos Leal und Lou Zarra
4. Nur für mi
Ein Love Song aus der Sicht eines Vergewaltigers ist natürlich kein Blumenstrauss. Hätte es kein Video zu "Mensch si" gegeben - was eigentlich lange unmöglich schien - wäre das mein Favorit dafür gewesen. Also klammheimlich hänge ich dieser Idee sowieso nach... es bietet sich an, noch einen Clip/Song für die etwas raueren Kanäle rauszuhauen. Aber das Ding ist ein Trojaner, merke ich. Inhaltlich schon sehr am Rand, aber eigentlich nur genau wegen des letzten Satzes im zweiten Vers. Ich habe ewig gebraucht um den so hinzubiegen, dass er diesen falschen Touch bekommt, so ungelenk, unmoralisch, und erst noch eigentlich total dunkel. Das Gehirn des Täters offenbart sich ohnehin erst gegen Schluss: schwarze Regenbogen. Pathos, Irrsinn, nicht konform. Ja, genau so tickt sowas, glaubt mir. In der Klinik habe ich so oft Geschichten gehört, die meine eigenen Kindheitserinnerungen aufgefrischt haben - ich weiss viel zu viel darüber.
Ebenfalls erwähnen möchte ich an dieser Stelle Clauds Gespühr für Samples. Immer wieder grossartig. Er sitzt zur Zeit in Asien unten und arbeitet. Freue mich auf Resultate. Vielleich kommen wir ja bis 2012 mit Bucher & Schmid um die Ecke. Maya Kalender Goodbye.
Auf jeden Fall, sollte es noch einen weiteren Clip geben, so wäre dies mein Favorit.
5. Mensch si
Ja, was soll ich da noch sagen. Einer ist 30, einer ist 40. Man lernt sich kennen und diskutiert über die Kultur, die einen geprägt hat, das älterwerden, Träume und deren Umsetzung. Diese 10 Jahre Unterschied sind beinahe mit den Händen berührbar, so viel passiert in dieser Zeit
Das Lied brauchte bis zur fertigen Version ganze 2 Jahre. Fast nicht vorstellbar in der heutigen Zeit aber jede Woche des Wartens hat sich gelohnt und ich freue mich auch, dass Oli Hitz, der inzwischen in den USA lebt und arbeitet, endlich auch auf einem meiner Alben produziert hat... ich glaube damit hätte ich jetzt wirklich bald einmal alle lokalen Produzenten beisammen. Lous Hookline ist episch...diesen ganzen Fetisch für grosse Refrains habe ich wohl auch zu einem Teil von ihm. Wir arbeiten inzwischen trotz Höhen und Tiefen seit mehr als 10 Jahren zusammen und es ist nach wie vor immer wieder spannend. Ich habe nicht gesagt einfach - aber spannend. Und das ist gerade bei Musik überhaupt nichts schlechtes, solange man sich immer wieder findet.
Ein Love Song aus der Sicht eines Vergewaltigers ist natürlich kein Blumenstrauss. Hätte es kein Video zu "Mensch si" gegeben - was eigentlich lange unmöglich schien - wäre das mein Favorit dafür gewesen. Also klammheimlich hänge ich dieser Idee sowieso nach... es bietet sich an, noch einen Clip/Song für die etwas raueren Kanäle rauszuhauen. Aber das Ding ist ein Trojaner, merke ich. Inhaltlich schon sehr am Rand, aber eigentlich nur genau wegen des letzten Satzes im zweiten Vers. Ich habe ewig gebraucht um den so hinzubiegen, dass er diesen falschen Touch bekommt, so ungelenk, unmoralisch, und erst noch eigentlich total dunkel. Das Gehirn des Täters offenbart sich ohnehin erst gegen Schluss: schwarze Regenbogen. Pathos, Irrsinn, nicht konform. Ja, genau so tickt sowas, glaubt mir. In der Klinik habe ich so oft Geschichten gehört, die meine eigenen Kindheitserinnerungen aufgefrischt haben - ich weiss viel zu viel darüber.
Ebenfalls erwähnen möchte ich an dieser Stelle Clauds Gespühr für Samples. Immer wieder grossartig. Er sitzt zur Zeit in Asien unten und arbeitet. Freue mich auf Resultate. Vielleich kommen wir ja bis 2012 mit Bucher & Schmid um die Ecke. Maya Kalender Goodbye.
Auf jeden Fall, sollte es noch einen weiteren Clip geben, so wäre dies mein Favorit.
5. Mensch si
Ja, was soll ich da noch sagen. Einer ist 30, einer ist 40. Man lernt sich kennen und diskutiert über die Kultur, die einen geprägt hat, das älterwerden, Träume und deren Umsetzung. Diese 10 Jahre Unterschied sind beinahe mit den Händen berührbar, so viel passiert in dieser Zeit
Das Lied brauchte bis zur fertigen Version ganze 2 Jahre. Fast nicht vorstellbar in der heutigen Zeit aber jede Woche des Wartens hat sich gelohnt und ich freue mich auch, dass Oli Hitz, der inzwischen in den USA lebt und arbeitet, endlich auch auf einem meiner Alben produziert hat... ich glaube damit hätte ich jetzt wirklich bald einmal alle lokalen Produzenten beisammen. Lous Hookline ist episch...diesen ganzen Fetisch für grosse Refrains habe ich wohl auch zu einem Teil von ihm. Wir arbeiten inzwischen trotz Höhen und Tiefen seit mehr als 10 Jahren zusammen und es ist nach wie vor immer wieder spannend. Ich habe nicht gesagt einfach - aber spannend. Und das ist gerade bei Musik überhaupt nichts schlechtes, solange man sich immer wieder findet.
Sonntag, 30. Januar 2011
Mensch si feat. City Rats
Hatte gerade das Heimkino Erlebnis der anderen Art. Am Freitag am Einkaus Happening habe ich mir nebst den obligaten Alben auch den Film City Rats gekauft... Blindkauf. Auf dem Cover Danny Dyer und Tamer Hassan. Wer sich aber jetzt einen Hool-Film mit Fussballparties vorstellt, hat gefehlt. Ein Sozialdrama. Autismus, Drogen, Prostitution, Alkohol, Tod, Mord, Selbstmord, Bindungsunfähigkeit, Gewalt, Taubheit, Fetisch, Liebe: Alles drin. Habe das Ding am Stück geschaut, nichtmal aufs Klo bin ich, so gepackt haben mich der Erzählstil und die harten Bilder. Inhaltlich viel näher an Mensch si als ich das ahnen hätte können. Muss mir Morgen nochmals ein paar Gedanken dazu machen.
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