Letzter Eintrag
Mit der Zeit, langweilt man. Auch sich.
Deshalb mache ich es kurz und fasse zusammen: Es war geil hier. Aber ich hab kein Bock mehr.
Es wird einen neuen Blog geben und ich werde seine Adresse hier ergänzen.
Danke fürs Lesen!
Mittwoch, 27. März 2013
Sonntag, 24. März 2013
Von der Schwierigkeit, ein guter Freund zu sein (und sein zu dürfen)
Revidiert Ende März
Die Arroganz sich unkomentiert auf Distanz zu halten erfordert eigentlich keinen Mut sondern lediglich genug Dummheit, den Schaden zu ignorieren.
Doch: Unsichtbarkeit hilft allen.
Ein guter, ein perfekter Freund... ist unsichtbar, solange er unerwünscht ist. Er soll eine stille Lebensbahn neben seinem Pendant führen, sich selbst entwickeln, sich finden und sich sein. Nur dann kann er, wenn sich die Türe öffnet, wieder seinen Platz einnehmen und offen die Welt umarmen, die es wünscht. Oder sich stolz von dannen bewegen und froh sein, sich gefunden zu haben, für sich.
Die Arroganz sich unkomentiert auf Distanz zu halten erfordert eigentlich keinen Mut sondern lediglich genug Dummheit, den Schaden zu ignorieren.
Doch: Unsichtbarkeit hilft allen.
Ein guter, ein perfekter Freund... ist unsichtbar, solange er unerwünscht ist. Er soll eine stille Lebensbahn neben seinem Pendant führen, sich selbst entwickeln, sich finden und sich sein. Nur dann kann er, wenn sich die Türe öffnet, wieder seinen Platz einnehmen und offen die Welt umarmen, die es wünscht. Oder sich stolz von dannen bewegen und froh sein, sich gefunden zu haben, für sich.
Samstag, 2. März 2013
NO Facebook Zone.
Es dauerte haargenau eine Stunde und schon kam ein SMS "wieso häsch mi gsperrt?". Es folgten im Verlauf des Abends noch "was hab ich dir getan?" oder "nur wegen Olympia?"... nunja.
Also nebst der Tatsache, dass sich Leute über ihre Facebook Sperrung beklagen die Null an meinem Alltag teilnehmen find ichs fast noch lustiger, dass sie zuerst denken ich hätte sie gesperrt, bevor sie auf die Idee kommen, ich könnte mich ja deaktiviert haben. Fail.
Tatsache ist: Olympia steht vor der Türe, mein Geburtstag und allgemein ein wenig Pause nur meiner selbst Willen. Da brauch ich Facebook nicht. Facebook ist ein toller Promoter für den Scheiss, der mir tagaus tagein so durchs Hirn schiesst. Aber für mich als Person doch offenbar weniger relevant als für manch einen, der mit zu häufigen Gebrauch vorwirft ;)
Zudem hab ich auch whatsapp denn Bach ab geschickt. Weil es nervt. Jede Minute dingdingding. Ne, Danke. Ich habe gesehen wie meine Ex in der Flut dieser Nachrichten zum Emotionskrüppel verkommen ist, eine wunderbare Frau, die kaum imstande war, eine grade Kritik zu formulieren oder Entschuldigung zu meinen. Aber egal. Für mich auf jeden Fall genug.
Wer trotzdem verfolgen will, was ich tue, kann auf die allerunpersönlichste und völlig hirnspammigste Plattform zurückgreifen, die es gibt: Twitter. Da sinds 140 Zeichen, immer verfügbar und saumässig dumm obendrein, ein Schwall an Scheisse.
Wer sich das geben will: welcome.
Der Rest sieht mich am 10. März oder so.
Also nebst der Tatsache, dass sich Leute über ihre Facebook Sperrung beklagen die Null an meinem Alltag teilnehmen find ichs fast noch lustiger, dass sie zuerst denken ich hätte sie gesperrt, bevor sie auf die Idee kommen, ich könnte mich ja deaktiviert haben. Fail.
Tatsache ist: Olympia steht vor der Türe, mein Geburtstag und allgemein ein wenig Pause nur meiner selbst Willen. Da brauch ich Facebook nicht. Facebook ist ein toller Promoter für den Scheiss, der mir tagaus tagein so durchs Hirn schiesst. Aber für mich als Person doch offenbar weniger relevant als für manch einen, der mit zu häufigen Gebrauch vorwirft ;)
Zudem hab ich auch whatsapp denn Bach ab geschickt. Weil es nervt. Jede Minute dingdingding. Ne, Danke. Ich habe gesehen wie meine Ex in der Flut dieser Nachrichten zum Emotionskrüppel verkommen ist, eine wunderbare Frau, die kaum imstande war, eine grade Kritik zu formulieren oder Entschuldigung zu meinen. Aber egal. Für mich auf jeden Fall genug.
Wer trotzdem verfolgen will, was ich tue, kann auf die allerunpersönlichste und völlig hirnspammigste Plattform zurückgreifen, die es gibt: Twitter. Da sinds 140 Zeichen, immer verfügbar und saumässig dumm obendrein, ein Schwall an Scheisse.
Wer sich das geben will: welcome.
Der Rest sieht mich am 10. März oder so.
Donnerstag, 14. Februar 2013
Olympia 2022. Wir haben entschieden
14. Februar 2012
Ich bin Heute aufgewacht, habe mich nach der üblichen Prozedur an den Schreibtisch gesetzt, den Computer angeworfen und zum allerersten Mal seit Wochen: keine Olympia News. Keine. Wirklich keine. Ich musste 2 Mal hinschauen. Natürlich wird wie gewohnt irgendwo irgendwas gestanden haben, das tut es jeden Tag. Aber Heute, das fiel auf, wurde nichts davon zu mir getragen. Kein Feed, kein Tweet, kein Status, kein Mail.
Es scheint also geschehen zu sein. Es ist entschieden. Es kann nur bedeuten, dass alle in sich gegangen sind, sich sammeln, durchatmen und akzeptieren. Diesen einen Tag. Natürlich wird Morgen wieder die Hölle los sein und vom kritischen Newsletter bis zum Pressebericht zur Rettung der Alpen durch das NIV wird wieder alles auf mich einstürzen wie ein Wolkenbruch.
Meinung ist gemacht. Boah, was habe ich mich vor Neujahr gestritten. Wirklich.
Die Gegner, denen ich angehöre, sind Gegner. Wir wollen das nicht, wir wollen nicht einen Kompromiss, wir wollen das nicht anders, wir wollen nicht hoffen oder sonstwas: WIR-WOLLEN-KEIN-OLYMPIA-IN-GRAUBÜNDEN.
Die Befürworter, die ich kenne, sind so Gutmenschen. Sie wollen es irgendwie, sind aber unsicher, ahnen schon gewisse Probleme, hoffen auf wenig Zwischenfälle, schätzen das Defizit, beziffern die Potenziale. Aber wirklich überzeugt ist keiner. Frohen Mutes, vielleicht. Motiviert, ja. Hoffnungsvoll, eher knapp. Die Befürworter mögen Argumente haben, die greifbar sind. Aber das sind vor allem deren Hoffnungen geblieben, vor deren Enttäuschung wir sie ja eigentlich bewahren möchten. Das wiederum macht die Gegner eher zum Freund der Befürworter, im Gegensatz zu umgekehrt.
Die Gegner, das zeigt sich und das ist vermutlich auch das, was die letzten, durchaus vernünftigerweise Unentschlossenen beindrucken wird, sind radikale Gegner. Da wird nicht versucht, es etwas besser zu formulieren, auf Goodwill zu machen oder immer wieder ein kleines schönes Geschenkli für die Gegenliebe heranzuzaubern. Im Antilager wird mit dem Wallholz ausgeteilt, auf die Fresse. Zumindest bei denen, die nicht einer Partei angehören. Aber sogar die zeigen ein ungewohntes Selbstbewusstsein in dieser Sache.
Vor dem Jahreswechsel hatte ich einige wirklich intensive Streitereien rund ums Thema. Ich kann das. Streiten liegt mir. Es liegt mir sogar zu gut, denn da kommt ausser mir meistens keiner heil raus. Aber beim Thema Olympia habe ich irgendwann gemerkt: wenn einer dafür ist, und er will drüber reden, muss ich irgendwann aufhören. Es gibt so einen Punkt, bei gewissen Details, die ich nicht genau bestimmen kann, aber die in mir einen Schalter umlegen, wo ich finde: Leben und Leben lassen. Lass den Kindern ihre Fehler. Wenn sie wollen, dann wollen sie eben. Wir sind eine Demokratie.
Natürlich könnte ich jedes Mal ausführen über Fakten, Zahlen, Pläne, Sponsoren, Verträge, Bau, Natur, Budget, Politiker, Mauscheleien, IOC, ... aber, ich bin kein Missionar. Auch wenn ich radikal bin, mit durchaus suspekten patriotischen Tendenzen zu Region und Land, so bin ich eben doch kein Politiker. Ich bin nicht immer der Meinung, dass das was ich glaube mehrheitsfähig ist und entsprechend auch nicht mehr willens das so zu verkaufen.
Olympia, liebe Mitbündner, ist Chance und Risiko. Kein Olympia hingegen ist kein Risiko aber auch keine Chance. Entscheidet nun selbst ob ihr auf eine 30 Millionen Franken Kampagne hört oder auf Leute, die hier wohnen und leben und denen es auch um eure Heimat geht. Mehr bleibt nicht zu sagen.
Für mich, das stand früh fest, wird es ein NEIN.
Ich bin Heute aufgewacht, habe mich nach der üblichen Prozedur an den Schreibtisch gesetzt, den Computer angeworfen und zum allerersten Mal seit Wochen: keine Olympia News. Keine. Wirklich keine. Ich musste 2 Mal hinschauen. Natürlich wird wie gewohnt irgendwo irgendwas gestanden haben, das tut es jeden Tag. Aber Heute, das fiel auf, wurde nichts davon zu mir getragen. Kein Feed, kein Tweet, kein Status, kein Mail.
Es scheint also geschehen zu sein. Es ist entschieden. Es kann nur bedeuten, dass alle in sich gegangen sind, sich sammeln, durchatmen und akzeptieren. Diesen einen Tag. Natürlich wird Morgen wieder die Hölle los sein und vom kritischen Newsletter bis zum Pressebericht zur Rettung der Alpen durch das NIV wird wieder alles auf mich einstürzen wie ein Wolkenbruch.
Meinung ist gemacht. Boah, was habe ich mich vor Neujahr gestritten. Wirklich.
Die Gegner, denen ich angehöre, sind Gegner. Wir wollen das nicht, wir wollen nicht einen Kompromiss, wir wollen das nicht anders, wir wollen nicht hoffen oder sonstwas: WIR-WOLLEN-KEIN-OLYMPIA-IN-GRAUBÜNDEN.
Die Befürworter, die ich kenne, sind so Gutmenschen. Sie wollen es irgendwie, sind aber unsicher, ahnen schon gewisse Probleme, hoffen auf wenig Zwischenfälle, schätzen das Defizit, beziffern die Potenziale. Aber wirklich überzeugt ist keiner. Frohen Mutes, vielleicht. Motiviert, ja. Hoffnungsvoll, eher knapp. Die Befürworter mögen Argumente haben, die greifbar sind. Aber das sind vor allem deren Hoffnungen geblieben, vor deren Enttäuschung wir sie ja eigentlich bewahren möchten. Das wiederum macht die Gegner eher zum Freund der Befürworter, im Gegensatz zu umgekehrt.
Die Gegner, das zeigt sich und das ist vermutlich auch das, was die letzten, durchaus vernünftigerweise Unentschlossenen beindrucken wird, sind radikale Gegner. Da wird nicht versucht, es etwas besser zu formulieren, auf Goodwill zu machen oder immer wieder ein kleines schönes Geschenkli für die Gegenliebe heranzuzaubern. Im Antilager wird mit dem Wallholz ausgeteilt, auf die Fresse. Zumindest bei denen, die nicht einer Partei angehören. Aber sogar die zeigen ein ungewohntes Selbstbewusstsein in dieser Sache.
Vor dem Jahreswechsel hatte ich einige wirklich intensive Streitereien rund ums Thema. Ich kann das. Streiten liegt mir. Es liegt mir sogar zu gut, denn da kommt ausser mir meistens keiner heil raus. Aber beim Thema Olympia habe ich irgendwann gemerkt: wenn einer dafür ist, und er will drüber reden, muss ich irgendwann aufhören. Es gibt so einen Punkt, bei gewissen Details, die ich nicht genau bestimmen kann, aber die in mir einen Schalter umlegen, wo ich finde: Leben und Leben lassen. Lass den Kindern ihre Fehler. Wenn sie wollen, dann wollen sie eben. Wir sind eine Demokratie.
Natürlich könnte ich jedes Mal ausführen über Fakten, Zahlen, Pläne, Sponsoren, Verträge, Bau, Natur, Budget, Politiker, Mauscheleien, IOC, ... aber, ich bin kein Missionar. Auch wenn ich radikal bin, mit durchaus suspekten patriotischen Tendenzen zu Region und Land, so bin ich eben doch kein Politiker. Ich bin nicht immer der Meinung, dass das was ich glaube mehrheitsfähig ist und entsprechend auch nicht mehr willens das so zu verkaufen.
Olympia, liebe Mitbündner, ist Chance und Risiko. Kein Olympia hingegen ist kein Risiko aber auch keine Chance. Entscheidet nun selbst ob ihr auf eine 30 Millionen Franken Kampagne hört oder auf Leute, die hier wohnen und leben und denen es auch um eure Heimat geht. Mehr bleibt nicht zu sagen.
Für mich, das stand früh fest, wird es ein NEIN.
Freitag, 8. Februar 2013
1999 - ein kurzer Gimma Flashback
1999. Rap war schon 6 Jahre mein Hobby. Nach einigen Tape-Versuchen entstand das erste Album. Mit Rennie (Kuchikäschtli). Mit Jörg. Mit der schon damals Oldschool-Legende Stimpee Kutz am Pult.
So sah ich aus kurz vor dem Millenium. Knapp 50 Kilo schwer. Lehrling bei der Calanda Haldengut / Heineken (Shirt!). Kopf voller Unfug. Neigung zu grenzwertigem Verhalten. Ziemlich überzeugt von mir selber. Aber auch nett und irgendwie verdammt kurlig.
Unser erstes Album gibt es noch Heute zu kaufen. TAO - Planet Strengelbach . Und wer etwas auf sich hält sollte sich eines der 1000 Exemplare der Erstauflage sichern. Es war einer der ersten Vertriebsposten bei dem damals frisch gegründeten Zwangsverein Namens Nation Music, wo sich alle verwirrten Randgrüppler dieser Szene irgendwann wiederfanden, die mit den Dogmatismen der Urbanen-HC-Ultras nicht klarkamen.
Das war denn auch die Basis der ewigsten aller Streitereien der Schweizer HipHop Szene: Blüamli vs. Street. Blickt man Heute zurück merkt man erst wie absurd das per se war. Und ist. Soll ja noch ein paar MC's geben, die Heute noch glauben, sich erklären zu müssen.
1999. Die erste Slangnacht. Wir wurden nicht eingeladen.
1999. Bligg N' Lexx: Schnitzeljagd. Mein erster und einziger Rap-Workshop am Urban Skillz ZH. Zitat Lexx: "Dier chani nüt zeige du bisch vil z guet".
Erkenntnis aus diesen 2 wichtigen Erlebnissen: Ich kann das zwar genauso gut wie die Szenehelden, aber die wollen mich trotzdem nicht dabeihaben. Und zwar weil ich aus einem Kaff in den Alpen komme und weil ich mir keine coolen Kleider kaufen kann um auszusehen wie die Jungs aus Amerika.
1999. Irgendwas funkelt da in meinen Augen.
2013. Und jetzt schaut Mal ganz genau hin.
Irgendwas ist da, oben links. Immernoch.
So sah ich aus kurz vor dem Millenium. Knapp 50 Kilo schwer. Lehrling bei der Calanda Haldengut / Heineken (Shirt!). Kopf voller Unfug. Neigung zu grenzwertigem Verhalten. Ziemlich überzeugt von mir selber. Aber auch nett und irgendwie verdammt kurlig.
Unser erstes Album gibt es noch Heute zu kaufen. TAO - Planet Strengelbach . Und wer etwas auf sich hält sollte sich eines der 1000 Exemplare der Erstauflage sichern. Es war einer der ersten Vertriebsposten bei dem damals frisch gegründeten Zwangsverein Namens Nation Music, wo sich alle verwirrten Randgrüppler dieser Szene irgendwann wiederfanden, die mit den Dogmatismen der Urbanen-HC-Ultras nicht klarkamen.
Das war denn auch die Basis der ewigsten aller Streitereien der Schweizer HipHop Szene: Blüamli vs. Street. Blickt man Heute zurück merkt man erst wie absurd das per se war. Und ist. Soll ja noch ein paar MC's geben, die Heute noch glauben, sich erklären zu müssen.
1999. Die erste Slangnacht. Wir wurden nicht eingeladen.
1999. Bligg N' Lexx: Schnitzeljagd. Mein erster und einziger Rap-Workshop am Urban Skillz ZH. Zitat Lexx: "Dier chani nüt zeige du bisch vil z guet".
Erkenntnis aus diesen 2 wichtigen Erlebnissen: Ich kann das zwar genauso gut wie die Szenehelden, aber die wollen mich trotzdem nicht dabeihaben. Und zwar weil ich aus einem Kaff in den Alpen komme und weil ich mir keine coolen Kleider kaufen kann um auszusehen wie die Jungs aus Amerika.
1999. Irgendwas funkelt da in meinen Augen.
2013. Und jetzt schaut Mal ganz genau hin.
Irgendwas ist da, oben links. Immernoch.
Mittwoch, 6. Februar 2013
Life gives you Lemons... you better like those Fuckers!
Dieser Blog, er spiegelt mich. Je dümmer es grad läuft, desto mehr drängt die Schreibe. Meistens nicht zum Gefallen aller, das zeigt die Entwicklung der Anzahl derer, die sich veranlasst sehen mich auszusperren, virtuell gesprochen "zu blockieren". Das merkt man, wenn man die sucht und plötzlich keiner mehr da ist zum mitspielen. Akzeptiert. Hat ja Gründe, die man durchaus verstehen kann, oft. Nicht immer. Manchmal sinds auch schlichtweg Schlappschwänze, deren einzige Rettung ihrer Würde darin besteht, sich ja keiner Wahrheit mehr stellen zu müssen um sich rum. Item.
Auf jeden Fall, dieser Blog, er ist ein Spiegel meiner Berg und Talfahrten geworden. Er schlägt aus, wo es mich zwickt. Er versucht zu erklären, wenn ein Status nicht mehr reicht. Und es gibt viel zu erklären, so wundervoll beobachtet von knapp 3000 Paar Augen mit Gespühr fürs daily drama. Twitter nicht mitgezählt.
Heute nun, blast die Fanfare, kommts zum endgültigen Schallmauerdurchbruch.
Die letzten 4 Jahre gab es 4 Kernthemen bei mir. 3 davon tragen Namen und eines heisst Musik. Musik ist immer da. Die Namen kamen und vor allem gingen. Und kamen wieder. Und gingen nochmal. Jetzt aber, jetzt passiert rein aus Zufall heraus die Rochade meines Lebens. Völlig unkalkulierbar und ich gestehe absolut unbeabsichtigt sowie zum Entsetzen meines Gehirns leider Gottes auch nicht zu meinem Vorteil. Nunja Vorteil... ich gehe auf knusperdünnem Pizza-Eis gerade.
Rochade, Schach. Versuchen wir abstrakt zu erklären. Mit Märchenfiguren. Sagen wir es gab die Königin. Gefallen. Ein treuer Geleiter gleich hintennach. Macht nichts, wurde ersetzt durch die Figur der Prinzessin. Die fiel ebenfalls irgendwann, leider etwas fahrlässig, aber das spielt auch keine Rolle wenn alles so wunderschön einstürzt und man mit glasigen Augen Coldplay summt. Gesetzt den Fall, jeder Fall auf der Gegenseite würde nun mit der Rückkehr einer Figur belohnt und relativ unerwartet käme es zu einem martyrischen Todesfall dort. Gesetzt diesen Fall - und er traf ein wie Nachtzug - steht man am perfiden Entscheideweg: wen zurückholen?
Kopfkino genug? Nicht verstanden?
Der regelmässige Blogleser der Jahre dämmert vermutlich. Da steht plötzlich jemand wieder auf dem Schirm.
Ganz so einfach ist es nunnicht. Zum einen wäre da die Prinzessin, die verwirrt auszog sich auszuziehen vor fremden Fürsten und leider Gottes den Trostpreis einheimste, was sachens Achtung doch inzwischen bleibende Schäden auf der Coolheitsskala hinterlassen hat und eine Versöhnung auf kurze Distanz ausschliesst wie betrunkene Mieter sich. Dann aber auch nicht hilfreich der Umstand, dass die Todesregentin ersten Grades die Grazie einer Presslufthammermassage und die Wärme einer Hydra nachschleppt. Aber: die steht da, die ist leibhaftig wieder aufgetaucht: The Queen! So nett eine Prinzessin auch sein mag, wenn man Prinzessinnen goutiert, so derb dann doch der Klassenunterschied zur Brachialnymphe mit Dornenkrone. Ganz ehrlich, sowohl Hirn als Herz suchen das Messen mit dem grossen Zauber und lassen darob die Suppenkasparin weiter am Hipster lutschen, wenn die A-Klasse einfährt mit dem Wallholz. Ich applaudiere mir selber für diese Umschreibung.
Das Leben wirft Zitronen und nur wer den sauren Apfel ehrt darf sich Tiki Brause hochziehen. Wir befinden uns also im anno domini 9 vor OlympiaGAU tatsächlich und unschuldig am endgültigen Passübergang. Bleiben wir? Ziehen wir aus? Sterben wir nochmal jung?
Ab hier kann alles passieren. Es könnte tatsächlich eintreffen, dass man Jahre hart aufgebauter Distanzierung in den Wind schiesst wie Tontaube auf Orkanhöhe. Knall auf Fall. Barfuss übers Scherbenmeer.
Ist doch einfach unglaublich: Ein Demo, dass ich vor Jahren mit Claud in Ibiza aufnahm, sagt mir jetzt, Kreis schliessend, dass alles wieder auf Start sein kann, so das Schicksal will und man bereit ist, sich selbst zu widersprechen in einem Ausmass, dass sogar Kaderleute erblassen lässt vor Unehrlichkeit.
Limonen gibt es mir das Leben. Und ich hasse Limonen. Aber ich kenne das perfekte Rezept für Limonade. Ihr versteht das Problem, oder?
Auf jeden Fall, dieser Blog, er ist ein Spiegel meiner Berg und Talfahrten geworden. Er schlägt aus, wo es mich zwickt. Er versucht zu erklären, wenn ein Status nicht mehr reicht. Und es gibt viel zu erklären, so wundervoll beobachtet von knapp 3000 Paar Augen mit Gespühr fürs daily drama. Twitter nicht mitgezählt.
Heute nun, blast die Fanfare, kommts zum endgültigen Schallmauerdurchbruch.
Die letzten 4 Jahre gab es 4 Kernthemen bei mir. 3 davon tragen Namen und eines heisst Musik. Musik ist immer da. Die Namen kamen und vor allem gingen. Und kamen wieder. Und gingen nochmal. Jetzt aber, jetzt passiert rein aus Zufall heraus die Rochade meines Lebens. Völlig unkalkulierbar und ich gestehe absolut unbeabsichtigt sowie zum Entsetzen meines Gehirns leider Gottes auch nicht zu meinem Vorteil. Nunja Vorteil... ich gehe auf knusperdünnem Pizza-Eis gerade.
Rochade, Schach. Versuchen wir abstrakt zu erklären. Mit Märchenfiguren. Sagen wir es gab die Königin. Gefallen. Ein treuer Geleiter gleich hintennach. Macht nichts, wurde ersetzt durch die Figur der Prinzessin. Die fiel ebenfalls irgendwann, leider etwas fahrlässig, aber das spielt auch keine Rolle wenn alles so wunderschön einstürzt und man mit glasigen Augen Coldplay summt. Gesetzt den Fall, jeder Fall auf der Gegenseite würde nun mit der Rückkehr einer Figur belohnt und relativ unerwartet käme es zu einem martyrischen Todesfall dort. Gesetzt diesen Fall - und er traf ein wie Nachtzug - steht man am perfiden Entscheideweg: wen zurückholen?
Kopfkino genug? Nicht verstanden?
Der regelmässige Blogleser der Jahre dämmert vermutlich. Da steht plötzlich jemand wieder auf dem Schirm.
Ganz so einfach ist es nunnicht. Zum einen wäre da die Prinzessin, die verwirrt auszog sich auszuziehen vor fremden Fürsten und leider Gottes den Trostpreis einheimste, was sachens Achtung doch inzwischen bleibende Schäden auf der Coolheitsskala hinterlassen hat und eine Versöhnung auf kurze Distanz ausschliesst wie betrunkene Mieter sich. Dann aber auch nicht hilfreich der Umstand, dass die Todesregentin ersten Grades die Grazie einer Presslufthammermassage und die Wärme einer Hydra nachschleppt. Aber: die steht da, die ist leibhaftig wieder aufgetaucht: The Queen! So nett eine Prinzessin auch sein mag, wenn man Prinzessinnen goutiert, so derb dann doch der Klassenunterschied zur Brachialnymphe mit Dornenkrone. Ganz ehrlich, sowohl Hirn als Herz suchen das Messen mit dem grossen Zauber und lassen darob die Suppenkasparin weiter am Hipster lutschen, wenn die A-Klasse einfährt mit dem Wallholz. Ich applaudiere mir selber für diese Umschreibung.
Das Leben wirft Zitronen und nur wer den sauren Apfel ehrt darf sich Tiki Brause hochziehen. Wir befinden uns also im anno domini 9 vor OlympiaGAU tatsächlich und unschuldig am endgültigen Passübergang. Bleiben wir? Ziehen wir aus? Sterben wir nochmal jung?
Ab hier kann alles passieren. Es könnte tatsächlich eintreffen, dass man Jahre hart aufgebauter Distanzierung in den Wind schiesst wie Tontaube auf Orkanhöhe. Knall auf Fall. Barfuss übers Scherbenmeer.
Ist doch einfach unglaublich: Ein Demo, dass ich vor Jahren mit Claud in Ibiza aufnahm, sagt mir jetzt, Kreis schliessend, dass alles wieder auf Start sein kann, so das Schicksal will und man bereit ist, sich selbst zu widersprechen in einem Ausmass, dass sogar Kaderleute erblassen lässt vor Unehrlichkeit.
Limonen gibt es mir das Leben. Und ich hasse Limonen. Aber ich kenne das perfekte Rezept für Limonade. Ihr versteht das Problem, oder?
Donnerstag, 24. Januar 2013
Felix Baumgartner VS. Meine Ex-Freundin
Es gibt Leute, die sind wahnsinnig. Und das ist okay.
Es gibt tickende Zeitbomben.
Es gibt akut explodierende oder implodierende Menschen.
Es gibt Menschen, die Springen aus dem Weltall Richtung Erde mit einer Geschwindigkeit jen des Schalls gen die Wüste von Mexiko.
Es gibt Menschen, die rennen davon, sobald jemand laut furzt.
Nach der mühsamen FB Installation von Zattoo schaue ich zum ersten Mal ORF1 seit damals die Färöer in meiner Kindheit auf die Össies berzerk gingen mit Zipfelmützengoalie. Und da müssen wir klar festhalten: Ich mag das Land, die Leute, die Niederlagen gegen die Broncos und die Siege über die Kunstschulen Deutschlands. Ungefähr, you smell me.
Dieser Felix, der muss echt einen an der waffel haben, wie belgische Strassenhändler an Openairs. Aus dem Weltall auf die Erde gumpen. Madre mia, ich hab Schiss ab 3 Meter Höhe in der Badi. Der springt aus fast 5 Mal Himalaya.
Aber es gibt Leute, die springen aus knapp 30cm Wasser in die Pfütze und regen sich über die Feuchtigkeit auf. Sie heulen auch weil man sie darauf hinweist. Das wird dann nicht von Red Bull gesponsort sondern von einem fahrlässigen Kollegenkreis near you.
Einer sitzt in der Kapsel und sonst einer sitzt in seinem geistigen Kuhfladen und redet sich ein, er könne die Welt von sich überzeugen, in dem er sich nicht rauswagt, sondern beginnt Kuhfladen zu studieren. Mit Auszeichnung.
Der eine springt von All zur Erde. Der andere springt vom Rand zur Mitte und sagt: hey, ich hab mich gefunden. Der andere würde das wohl nie behaupten. Gesucht haben beide. Nach unten oder oben.
Kann im All ein Herz brechen? Nunja, im Raumanzug wäre es verheerend, würde der Magen zu brechen beginnen. Da geht die Luft aus. Ein irdisches Herzbrechen bedingt trotzdem viel Druck. Erzähl mir keiner, dir hätten nicht alle deine Suggestivdummheiten bestätigt, du Weltall.
Es gibt tickende Zeitbomben.
Es gibt akut explodierende oder implodierende Menschen.
Es gibt Menschen, die Springen aus dem Weltall Richtung Erde mit einer Geschwindigkeit jen des Schalls gen die Wüste von Mexiko.
Es gibt Menschen, die rennen davon, sobald jemand laut furzt.
Nach der mühsamen FB Installation von Zattoo schaue ich zum ersten Mal ORF1 seit damals die Färöer in meiner Kindheit auf die Össies berzerk gingen mit Zipfelmützengoalie. Und da müssen wir klar festhalten: Ich mag das Land, die Leute, die Niederlagen gegen die Broncos und die Siege über die Kunstschulen Deutschlands. Ungefähr, you smell me.
Dieser Felix, der muss echt einen an der waffel haben, wie belgische Strassenhändler an Openairs. Aus dem Weltall auf die Erde gumpen. Madre mia, ich hab Schiss ab 3 Meter Höhe in der Badi. Der springt aus fast 5 Mal Himalaya.
Aber es gibt Leute, die springen aus knapp 30cm Wasser in die Pfütze und regen sich über die Feuchtigkeit auf. Sie heulen auch weil man sie darauf hinweist. Das wird dann nicht von Red Bull gesponsort sondern von einem fahrlässigen Kollegenkreis near you.
Einer sitzt in der Kapsel und sonst einer sitzt in seinem geistigen Kuhfladen und redet sich ein, er könne die Welt von sich überzeugen, in dem er sich nicht rauswagt, sondern beginnt Kuhfladen zu studieren. Mit Auszeichnung.
Der eine springt von All zur Erde. Der andere springt vom Rand zur Mitte und sagt: hey, ich hab mich gefunden. Der andere würde das wohl nie behaupten. Gesucht haben beide. Nach unten oder oben.
Kann im All ein Herz brechen? Nunja, im Raumanzug wäre es verheerend, würde der Magen zu brechen beginnen. Da geht die Luft aus. Ein irdisches Herzbrechen bedingt trotzdem viel Druck. Erzähl mir keiner, dir hätten nicht alle deine Suggestivdummheiten bestätigt, du Weltall.
Dienstag, 8. Januar 2013
Liebe Postkartenschreiberin B.!
Liebe B.. Vielen Dank für deine Karte, sie hat mich Heute erreicht. Leider ohne Absender. Deshalb versuche ich mein Glück jetzt via Blog, denn du hast erwähnt, dass du hier einen Artikel gelesen hast, der auch der Grund war, warum du mir gedankt hast.
Als allererstes DANKE! Danke, dass du dir die Zeit genommen hast um mir deine Worte zu schreiben. Dein Dank für meine Musik hat mich sehr gefreut, durch die Umstände natürlich entsprechend berührt. Das grösste Glück, dass mir von Zeit zu Zeit widerfährt, ist wenn Leute sich aufrichtig bei mir bedanken. Über die Jahre habe ich oft vergessen, dass es dieses Lob war, was mich ursprünglich angetrieben hat zu schreiben und Musik zu machen. Es war mir immer viel wert. Natürlich ist das Rampenlicht toll, aber sind wir ehrlich, ich bin bei den Randgruppen zu Hause und kann mit dem Trubel inzwischen nicht mehr allzu viel anfangen. Umso schöner, wenn einzelne Lieder für Menschen zu wichtigen Begleitern werden.
Deine Postkarte hat mich aber auch gleichzeitig sehr traurig gemacht. Ich weiss nicht, ob ich hier hin schreiben soll, was genau dir passiert ist, denn ich glaube es hilft keinem, wenn er dein Schicksal mitliest und eigentlich schreibe ich ja nur dir, um dich zu erreichen. Es fällt mir nicht leicht. Für einmal fehlen auch mir die Worte und wo ich oft mit Zitaten oder Weisheiten glänze, bin ich in deinem Fall heillos überfordert, denn ich glaube es gibt keine Worte die hier greifen. Es gibt Krieg im Leben, aber es gibt auch Hoffnung. Es gibt Energien, die wir nicht erahnen können und ich wünsche dir noch einmal soviel davon wie man nur finden kann!
Deine Postkarte enthielt keinen Absender. Vielleicht möchtest du lieber einen gewissen Abstand wahren, was ich natürlich verstehe. Deinen Vornamen hast du hingeschrieben, ich habe ihn erst nach einer Weile entdeckt ganz aussen. Auch der Absendeort gibt einen Hinweis auf deine Herkunft. Trotzdem möchte ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und werde nicht weiter versuchen, herauszufinden, wie ich dich kontaktieren kann. Ich möchte dir aber den Ball zuspielen.
Wir kennen uns nicht, alles was ich von dir weiss, steht in diesem Beitrag und auf der Postkarte. Gerne hätte ich dir persönlich einen Brief zurück geschrieben, dafür bräuchte ich aber eine Anschrift. Es wäre mir allerdings ein aufrichtiges Bedürfnis, dir persönlich die Hand zu geben und vielleicht ein paar Worte zu wechseln, auch um mich zu bedanken. Ich möchte mich nicht aufdrängen, gerade auch weil mir bewusst ist, dass ich vielleicht gar nicht helfen kann in deiner Situation, selbst wenn ich dich treffe. Selbstredend würde, wenn du dich bei mir meldest, alles sehr vertraulich ablaufen, niemand würde etwas erfahren. Es ist mir nur wichtig, dass du weisst, dass wenn du mir die Möglichkeit gibst und es dir Freude bereiten würde, ich dich sehr gerne treffen würde.
Falls du also diesen Blog liest und dich entscheiden solltest, Kontakt aufnehmen zu wollen, bitte tu dies gleichzeitig auf buero@gimmasworld.ch und gimmasworld@gmx.ch ... dieser Weg erscheint mir am einfachsten.
Ich kann auf diesem Weg meine Gefühle kaum in Worte fassen. Deshalb belasse ich es bei dieser einfachen Erklärung. Ich danke dir nochmals von Herzen und hoffe ich kann dir etwas von der Freude zurückgeben, die du mir mit deinem Brief gemacht hast!
Gian-Marco
Als allererstes DANKE! Danke, dass du dir die Zeit genommen hast um mir deine Worte zu schreiben. Dein Dank für meine Musik hat mich sehr gefreut, durch die Umstände natürlich entsprechend berührt. Das grösste Glück, dass mir von Zeit zu Zeit widerfährt, ist wenn Leute sich aufrichtig bei mir bedanken. Über die Jahre habe ich oft vergessen, dass es dieses Lob war, was mich ursprünglich angetrieben hat zu schreiben und Musik zu machen. Es war mir immer viel wert. Natürlich ist das Rampenlicht toll, aber sind wir ehrlich, ich bin bei den Randgruppen zu Hause und kann mit dem Trubel inzwischen nicht mehr allzu viel anfangen. Umso schöner, wenn einzelne Lieder für Menschen zu wichtigen Begleitern werden.
Deine Postkarte hat mich aber auch gleichzeitig sehr traurig gemacht. Ich weiss nicht, ob ich hier hin schreiben soll, was genau dir passiert ist, denn ich glaube es hilft keinem, wenn er dein Schicksal mitliest und eigentlich schreibe ich ja nur dir, um dich zu erreichen. Es fällt mir nicht leicht. Für einmal fehlen auch mir die Worte und wo ich oft mit Zitaten oder Weisheiten glänze, bin ich in deinem Fall heillos überfordert, denn ich glaube es gibt keine Worte die hier greifen. Es gibt Krieg im Leben, aber es gibt auch Hoffnung. Es gibt Energien, die wir nicht erahnen können und ich wünsche dir noch einmal soviel davon wie man nur finden kann!
Deine Postkarte enthielt keinen Absender. Vielleicht möchtest du lieber einen gewissen Abstand wahren, was ich natürlich verstehe. Deinen Vornamen hast du hingeschrieben, ich habe ihn erst nach einer Weile entdeckt ganz aussen. Auch der Absendeort gibt einen Hinweis auf deine Herkunft. Trotzdem möchte ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und werde nicht weiter versuchen, herauszufinden, wie ich dich kontaktieren kann. Ich möchte dir aber den Ball zuspielen.
Wir kennen uns nicht, alles was ich von dir weiss, steht in diesem Beitrag und auf der Postkarte. Gerne hätte ich dir persönlich einen Brief zurück geschrieben, dafür bräuchte ich aber eine Anschrift. Es wäre mir allerdings ein aufrichtiges Bedürfnis, dir persönlich die Hand zu geben und vielleicht ein paar Worte zu wechseln, auch um mich zu bedanken. Ich möchte mich nicht aufdrängen, gerade auch weil mir bewusst ist, dass ich vielleicht gar nicht helfen kann in deiner Situation, selbst wenn ich dich treffe. Selbstredend würde, wenn du dich bei mir meldest, alles sehr vertraulich ablaufen, niemand würde etwas erfahren. Es ist mir nur wichtig, dass du weisst, dass wenn du mir die Möglichkeit gibst und es dir Freude bereiten würde, ich dich sehr gerne treffen würde.
Falls du also diesen Blog liest und dich entscheiden solltest, Kontakt aufnehmen zu wollen, bitte tu dies gleichzeitig auf buero@gimmasworld.ch und gimmasworld@gmx.ch ... dieser Weg erscheint mir am einfachsten.
Ich kann auf diesem Weg meine Gefühle kaum in Worte fassen. Deshalb belasse ich es bei dieser einfachen Erklärung. Ich danke dir nochmals von Herzen und hoffe ich kann dir etwas von der Freude zurückgeben, die du mir mit deinem Brief gemacht hast!
Gian-Marco
Lieber Postkartenschreiber, Liebe Postkartenschreiberin
Vielen Dank für deine Karte, sie hat mich sehr berührt!
Leider hast du keinen Absender hinterlassen, weshalb ich auf diesem Weg versuchen werde an dich heranzutreten. Dein Poststempel ist Chur, weshalb es ein Leichtes wäre sich zu treffen o.ä.... aber ich werde zuerst versuchen, auf diesem Weg ein paar Worte zu verfassen.
Bitte gedulde dich noch ein wenig, ich bin Heute mit Arbeit überladen, werde mich aber Abends hinsetzen und zu schreiben beginnen, mir liegt viel auf der Seele gerade.
Lieber Gruss Gimma / Gian-Marco
Leider hast du keinen Absender hinterlassen, weshalb ich auf diesem Weg versuchen werde an dich heranzutreten. Dein Poststempel ist Chur, weshalb es ein Leichtes wäre sich zu treffen o.ä.... aber ich werde zuerst versuchen, auf diesem Weg ein paar Worte zu verfassen.
Bitte gedulde dich noch ein wenig, ich bin Heute mit Arbeit überladen, werde mich aber Abends hinsetzen und zu schreiben beginnen, mir liegt viel auf der Seele gerade.
Lieber Gruss Gimma / Gian-Marco
Sonntag, 6. Januar 2013
Limonow
Sie sprach leise, etwas Grosses werde
geschehen.
Am Fenster stehend,
der Morgen grau wie das Meer.
Abschied von den dunklen Tagen,
Abschied von der Furcht.
Er schrieb ihre Worte im Kerzenschein
nieder, hielt ein.
Begriffen beide.
Sie berührte mit der Fingerspitze,
das trübe Glas, der Sonnenstrahl riss,
weit am Strich zwischen Himmel und
Boden.
Die Silhouette, die wunderbare,
strammen Schrittes.
Aus dem Kriege, unversehrt.
Einer ging, den Platz beziehend den er
kannte,
ruhig davon.
Einer kam, den Platz beziehend den er
sehnte,
trat herein.
Etwas Grosses geschah.
Etwas Grosses. Eduoard Limonow
Donnerstag, 27. Dezember 2012
Freunde, die mich 2012 schwer beeindruckt haben!
Lasst gut sein, dieses Jahr möchte ich
angesichts der Tatsache, dass ich mich in Therapie befinde die
nächsten 12 Monate, weder einen Abriss der Ereignisse liefern, meine
Erfolge abfeiern, noch sonstwie den Fokus auf mich lenken, obwohl ich
sehr aktiv war. Ich möchte ein paar Leuten hiermit die Ehre
erweisen, denn sie sind es, die mich dieses Jahr beeindruckt,
inspiriert und beeinflusst (gerettet?) haben. Die Liste ist nicht vollständig (einige können, wollen und dürfen hier nicht stattfinden),
sie ist allerdings sehr persönlich. In einer Rangfolge ist sie nicht, sie wurde über Tage hin ergänzt und umgeschrieben. Ich habe versucht, die Worte kurz zu halten und vielleicht auch ein
wenig Spielraum für eigene Gedanken zum gegenseitigen Wechselwirken
zu lassen. Ohne weitere Einleitung möchte ich somit den Fokus auf
die Erwähnten richten, ihr seid meine Helden in einem Jahr.
2 Piraten, die in der Welt keinen Platz
haben, sondern ihren eigenen Platz erfinden, eigene Regeln
aufstellen und Abenteuer mit mir erleben, die nie wieder jemand
erleben können wird ohne sich auf uns berufen zu müssen-.
Volkshelden eines Landes, das wir selber erfunden haben.
Wenn Schönheit auf Talent trifft,
Intelligenz auf Verschrobenheit und jemand seine Visionen in solch
athemberaubendem Tempo umsetzt, bleibt mir nur noch das Staunen. Vom
tiefen Tal in die weite Welt, Sternenbürgerin und Weltensegler und
doch immer wider spontan spätnachts aufegtaucht für einen Schwatz.
Das wahren sich nicht viele flüchtige Bekannte!
Diese 2 Spassvögel haben das Unding
vollbracht, mich tagtäglich wieder vor den Fernseher zu setzen, nur
um eine Halbe Stunde meinem emotionsgewaltigen Alltag entfliehen zu
können. Dank ihnen ist ihr eigenes Medium ein Star und ich hoffe sie
finden in der Zukunft den Weg, ihr Talent mit sich im Einklang
optimal zu nutzen!
Mein kleiner Bruder, der mir letzten
Frühling noch sein Seelenleid und seine Angst klagte, was wir mit
juveniler Musik versucht haben zu vergessen. Danach hat er sich mit
einem unfassbaren Fokus an sein Meisterwerk gemacht, es vollendet und
das wohl schönste Zugeständnis seiner Zeit an genau diese Träume
und Ängste auf Tonträger gebannt. Die Jugend hat ihre Stimme!
Ein sympathischer Heisssporn, der nicht
davor zurückschreckt hinter feindlichen Linien lautstark Mütter und
Götter zu beleidigen für seine Heimat, auch wenn er umgeben ist von
Millionen anders Gläubigen. Hat dann auch noch im Auge des Fürsten
ein entscheidendes Jahrhunderttor gegen die Nationalmannschaft von
Monaco geschossen und sich somit in die Ahnengalerie des FA Raetia.
Kam aus dem nichts, übernahm (m)eine
Zeitungskolumne, ass mit mir einmal zu Mittag, kam einmal vorbei zum
Bier und hat in dieser Zeit und durch ihre Schreibe erreicht, dass
ich väterlichen Stolz empfinde. Stolz, jemals Einfluss auf so eine
talentierte und besondere Person gehabt zu haben mit dem
geschriebenen Wort. Auch wenn ich jetzt die un-googlebar-keit versaut
habe, schon wieder.
Ich habe dieses Jahr mit jedem dieser
beiden Übertalente genau 2 Tage verbracht und auch definitiv den
Anschluss an unsere Freundschaft verpasst durch meinen Rückzug.
Dennoch war es tief inspirierend aus der Ferne zu sehen, wie diese
beiden langjährigen Begleiter sich neu erfunden haben und mit einer
echten neuen Sicherheit und Zufriedenheit an ihrem Werk arbeiten.
Kristina Herz
Meine Cousine. Hatte das Herz in jungen Jahren ihre Heimat zu verlassen, sich ausgerechnet in die kalte Schweiz abzusetzen. Ich habe mit distanzierter Bewunderung beobachtet, wie sie Schritt für Schritt die akademische Leiter hochklettert, nie vergisst am Familienleben teilzunehmen und ihr Privatleben trotzdem wie ein grosses Highschool Musical lebt, das irgendwie stets kurz vor dem Happy-End einblendet. Ich habe nichts als grösste Bewunderung, auch wenn ich zu oft fehle um dabei zu sein. Ein Vorbild. Weiss alles über Fische. Das erklärt einiges.
Kristina Herz
Meine Cousine. Hatte das Herz in jungen Jahren ihre Heimat zu verlassen, sich ausgerechnet in die kalte Schweiz abzusetzen. Ich habe mit distanzierter Bewunderung beobachtet, wie sie Schritt für Schritt die akademische Leiter hochklettert, nie vergisst am Familienleben teilzunehmen und ihr Privatleben trotzdem wie ein grosses Highschool Musical lebt, das irgendwie stets kurz vor dem Happy-End einblendet. Ich habe nichts als grösste Bewunderung, auch wenn ich zu oft fehle um dabei zu sein. Ein Vorbild. Weiss alles über Fische. Das erklärt einiges.
Der König vom Taminatal, über den ich
im Rahmen eines Fests mit Holzfällern Heldenlieder sang und fast zu
Tode erdrückt wurde von diesen, weil sie so stolz waren, dass er mit
dem Jahrhunderttor den ersten Sie unserer Nationalmannschaft
sicherte. Ganz nebenbei eröffnet dieser tolle Mensch auch noch
Schulen in Gambia.
Eine junge wunderschöne Frau, die
Pilotin werden wird. Gnade Gott dem Co-Piloten er möge die Augen auf
den Instrumenten halten. Wenn bei jemandem der Traum niemals in Frage
stehen wird, dann hier!
Legende. Vor Jahren kennengelernt als
HipHop Bekanntschaft auf Umwegen, Kontakt erhalten. Er hat das
unmögliche erreicht, als wäre es das natürlichste der Welt: Als
Spartenmusiker auf permanenter Welttournee, immer fröhlich, stürmt
alle Charts des Genres und meldet sich mal aus Ibiza, mal aus Chile
und mal aus Möhlin und vergisst es tatsächlich nie, mir das Gefühl
zu geben, ich sei der Star in unserer Freundschaft. Absurd aber so
bezeichnend sympathisch!
Haben mich an der Hand genommen und mit
ihrem Fokus, Willen und Kontokorrent gezeigt, das alles immer geht,
wenn man es nur macht. Die grosse Lehre besagt zudem, dass es nicht
wichtig ist, sich selber in den Vordergrund zu stellen, wenn der
Sache gedient ist. Und das weiss ich nur wegen ihnen, ohne dass sie
es je ausgesprochen hätten. Plus die Feedbackregel: Immer zuerst
etwas Positives sagen!
Nicht viele können sich auf die Mappe
schreiben, eine perfekte Buchhändlerin des Vertrauens zu haben, die
7 Tage nach einem Kaffeeklatsch mit einem Buch um die Ecke kommt, das
entweder für weitere 7 Tage den Alltag vergessen lässt oder wie
jüngst zum grossen Begleiter wird. Sie wusste von meinen Krisen,
bevor ich sie hatte.
Nach all den Jahren als Musiker habe
ich mit ihm endlich die Person getroffen, die tatsächlich „offen
für alles“ ist, musikalisch. Wer mit mir im selben Jahr eine
Dubstep Single, einen Skihütten Hit der Zukunft und einen inkognito
Playback Auftritt an einem Schlagerfestival durchzieht, der kann
alles! Ausserdem hat er die meistgehörten Pianoakkorde der Schweiz
gespielt, auch wenn das kaum einer weiss ausser mir. Dieser Mann ist
Musik.
Den mag ich. Den lese ich gern und dem
höre ich gerne zu. Als er mir dann für unser Buch ein paar Stunden
lang Fragen gestellt hat, habe ich erst erfasst, wie wichtig es ist,
diese Geschichte zu erzählen, wie viele Dämonen in mir schlummern
von denen die meisten gar nicht wissen, dass sie tatsächliche
Hintergründe haben. Und mit Dämonen kennt er sich aus, der Mann der
beim Stephen King klingelt!
Du bist gegangen und ich habe weder
Fragen noch Antworten. Die Stunden mit dir waren ein offener
Schlagabtausch mit der Welt und ab Sekunde Eins haben wir uns darauf
geeinigt, dass es keine Logik in Nichts gibt und auch nicht geben
kann. Vielleicht hast du dieses Rätsel plötzlich doch geknackt, ich
bin immernoch dran. Man sieht sich, füll schonmal die Gläser!
Ihr kriegt einen Kollektivaward. Ihr
habt es in den letzten Jahren für mich bewiesen: Es gibt einen Sinn
in dieser ganzen Sache mit Heiraten und Kinder kriegen, mit
zusammenziehen, mit Gruppenurlaub, mit Einladungen zum Nachtessen,
mit Hundesonntagen, mit Auswandern, mit Rückkehren, mit Weltreisen
usw...inklusiver aller Irrationalitäten und Rationalitäten. Wenn es
da ist, ist es da.
Ich kenne absolut niemanden, der
eigentlich dasselbe wie ich tut, und doch so dermassen anders als ich
ist. Vielleicht bewundere ich dich und dein Schaffen auch drum so
dermassen - weil Narzisst der ich bin – ich mich drin erkenne, aber
gleichzeitig neidlos anerkennen muss, dass du dich im ganzen Trubel
und dem Druck nicht verlierst. Und abgesehen davon noch gut kleidest.
Davor habe ich schon lange und werde ich immer grössten Respekt
haben. Und wehe dir, ich halte nicht die Laudatio beim
Kulturpreis!
Und für euch alle - und einige die ich nicht erwähnen durfte oder konnte oder wollte - habe ich ein kleines Video vorbereitet. Zum etwas älteren Song "Min Weg" meiner Band Bucher & Schmid, die wir leider dieses Jahr endgültig auf Eis legen mussten, habe ich aus einigen Aufnahmen der letzten Jahre ein privates Highlightreel gezimmert. Kein grosser Wurf, filmisch und im Schnitt, aber ehrlich und für euch!
Danke fürs 2012! Ich bin noch da. Und ich bin gewachsen.
Und für euch alle - und einige die ich nicht erwähnen durfte oder konnte oder wollte - habe ich ein kleines Video vorbereitet. Zum etwas älteren Song "Min Weg" meiner Band Bucher & Schmid, die wir leider dieses Jahr endgültig auf Eis legen mussten, habe ich aus einigen Aufnahmen der letzten Jahre ein privates Highlightreel gezimmert. Kein grosser Wurf, filmisch und im Schnitt, aber ehrlich und für euch!
Danke fürs 2012! Ich bin noch da. Und ich bin gewachsen.
Sonntag, 23. Dezember 2012
Sorry zu spät Teil 2
Die Zeit steht still. Reisst mich aus dem Hier. Wieder der Typ mit den Akten, Hände auf meinen Schultern.
"Hörst du mich!?"
Schüttelt mich durch, meine Augen fallen auf und zu, entspannt, dann Riss durch die Wirbelsäule, aufrecht sitzend, Blitz im Schädel, straff, Augen weit aufgerissen, Pupillen zu Stecknadeln. Zoom, Fokus. Schockstarre.
"Jajaja...JA!"
Von Links und Rechts schiessen unzählbar viele Bilder auf mich ein. Schäferhund, Bett mit süsslichem Geruch, Amiga500, Jason Vorhees, Teppiche, Ex-Männer, heulender Vater, Balkon, das Hochhaus, die Chemiefabrik, der Fussballplatz, das schlechte Essen, der traurige Abschied, Geld hinterziehen, Verlust des Verstandes, Akdemische Auszeichnung, Röhrenfernseh, orange Kacheln, braune Ringe, der Tisch, die Stühle, die hässlichen Lithos im Gang, Marmortreppen, die Tankstelle, Geruch von Zigaretten, verschiedene Marken, Aschenbecher aus Glas, mein Schrank, diese geknüpften Tepiche, Polstergruppen in Braun, Pijamas, Auffangstation, Scheidungsanwälte, Nomadenleben, Angst im Dunkeln, Senf, Brot mit Senf, Spiegeleier, Radio, vergilbter Bildschirm, Mad Hefte, kein Zuhause, gebracht werden, abgeholt werden, gebracht werden von ihr, geholt werden von ihm, Panik vor Gesprächen, Lob für meinen Anstand, kleine Erfolge beim entgiften, sicheres Einkommen, Depression, Krebs, Raucherlunge, Hirnschaden, Zerfall, Vergiftung, der Geruch.
Eine schallende Ohrfeige!
"Da hast du es wieder! Stell dir vor, es ist soweit!"
Ich weiss nicht ob ich die Anzughosen tragen soll oder ob man mir erlaubt in Jeans zu kommen. Jeder Satz wird der falsche sein, jede Floskel einschneiden, jeder Zustand unbehaglich. Die Flucht ist zu Ende, stellen wir uns. Es wird alles hochkommen, jetzt wird die Kontrolle verloren. Der kleine Junge will Rechenschaft von mir. Er steht hinter mir mit dem Messer. Ich stehe hinter mir, mit dem Messer.
"Hörst du mich!?"
Schüttelt mich durch, meine Augen fallen auf und zu, entspannt, dann Riss durch die Wirbelsäule, aufrecht sitzend, Blitz im Schädel, straff, Augen weit aufgerissen, Pupillen zu Stecknadeln. Zoom, Fokus. Schockstarre.
"Jajaja...JA!"
Von Links und Rechts schiessen unzählbar viele Bilder auf mich ein. Schäferhund, Bett mit süsslichem Geruch, Amiga500, Jason Vorhees, Teppiche, Ex-Männer, heulender Vater, Balkon, das Hochhaus, die Chemiefabrik, der Fussballplatz, das schlechte Essen, der traurige Abschied, Geld hinterziehen, Verlust des Verstandes, Akdemische Auszeichnung, Röhrenfernseh, orange Kacheln, braune Ringe, der Tisch, die Stühle, die hässlichen Lithos im Gang, Marmortreppen, die Tankstelle, Geruch von Zigaretten, verschiedene Marken, Aschenbecher aus Glas, mein Schrank, diese geknüpften Tepiche, Polstergruppen in Braun, Pijamas, Auffangstation, Scheidungsanwälte, Nomadenleben, Angst im Dunkeln, Senf, Brot mit Senf, Spiegeleier, Radio, vergilbter Bildschirm, Mad Hefte, kein Zuhause, gebracht werden, abgeholt werden, gebracht werden von ihr, geholt werden von ihm, Panik vor Gesprächen, Lob für meinen Anstand, kleine Erfolge beim entgiften, sicheres Einkommen, Depression, Krebs, Raucherlunge, Hirnschaden, Zerfall, Vergiftung, der Geruch.
Eine schallende Ohrfeige!
"Da hast du es wieder! Stell dir vor, es ist soweit!"
Ich weiss nicht ob ich die Anzughosen tragen soll oder ob man mir erlaubt in Jeans zu kommen. Jeder Satz wird der falsche sein, jede Floskel einschneiden, jeder Zustand unbehaglich. Die Flucht ist zu Ende, stellen wir uns. Es wird alles hochkommen, jetzt wird die Kontrolle verloren. Der kleine Junge will Rechenschaft von mir. Er steht hinter mir mit dem Messer. Ich stehe hinter mir, mit dem Messer.
Freitag, 21. Dezember 2012
Sorry zu spät
Sorry, zu spät
oder
Sorry zu spät - ohne Komma
Ich kam zu spät, mit dem (zu) späten Sorry.
Du darfst dir einreden, dass du im Recht bist. Du darfst dir die eigene Wahrheit zurechtlegen wie eine vorbezahlte Nutte, sie nach deinen Vorstellungen rannehmen, die kleinen süssen Gemeinheiten aus ihr stossen, sie benutzen als dein Mittel gegen die von tief unten anschleichende Gewissheit, zu lügen.
Keiner wundert sich, wenn du dich als Opfer von abstrusen Verschwörungen oder permanenter Kritik siehst. Deine Lebenserfahrung gilt fast immer als Passe-partout für bornierte Gesetze, die du über dein Scheitern nagelst mit harten, hasstriefenden Holzbrettern ans Uhrwerk, das grosse, gewaltige.
Dutzende Paare trennen sich. Wo die Liebe hinfällt, findet sie auch Fluchtwege, Schlupflöcher. Was sich einst schwor eins zu sein, spaltet irgendwann das innerste Atom wegen anderer Kleinigkeiten. Die Geschichten, du kennst sie alle. Von der fremden Person im Bett bis zum schwindenden Traum, vom erloschenen Feuer bis zum urkundenfälschenden Traumprinzen mit Doppelleben. Wenn das Zahnrad der Trennungsgründe einrastet, mögen zwar zwei verschiedene Uhrzeiten angezeigt sein, aber die Stunde schlägt, gegen alle Willen, in jeder Logik.
Die Zeit fliesst weiter, die Uhren fliessen weiter, neue Rädchen beleben den Schwung. Neue Zeitabschnitte lassen neue Zeitreisende mitfliessen, man entwickelt, sich, Gefühle, neue Lebensstränge, neue Begleitung, neue Leitung. Die Zeit ist Heil und Zuflucht, Wunder und liebevoller Aufbautrainer.
Zeitsprung. Wo ich dachte, meine Zeit sei gekommen, kam die Zeit mich ranzunehmen. Zur vollen Stunde, ruckt, springt zurück, will Vergangenheit sein, stellt Fragen zur Richtigkeit des Verlaufs.
Du darfst dir einreden was du willst, aber du kannst dich nicht rausreden, wenn die Zeitung in der neuen Auflage plötzlich anders abrechnet.
Das hast du dir anders vorgestellt. Das Pendel bleibt stehen. Ein Mann im weissen Kittel betritt dein Atelier, knallt dir die Fakten auf den Tisch und gibt dir einen Auftrag: zähl rückwärts. Geh, ganz langsam, mit dem Zeigefinger auf dem Verlauf der gemeinsamen Fotostrecken nach hinten. Versuch dich ganz genau zu erinnern, wer du einmal warst, wem du wer warst und was aus dir wurde währenddessen. Lass dir keine Zeit, beginn, such den Fehler bei dir, an dir, in dir. Die Uhr ist geduldig, aber wenn sie springt, will sie dir einen Sprung zeigen. Er findet sich dort, wo dein Bild von dir zu verzerren beginnt, wo du aufbegehrst, wo du zum Trugbild mutierst, wo du mit dem Finger auf andere Stränge zeigst und dich auf Sinuswellen verlierst und die Wahrheit zu biegen beginnst.
Falls du deine Wahrheit verbogen hast, deine Wahrheit in Wahrheit einen Bogen macht, du dich verloren hast, dann, ja dann bist du richtig hier.
Sieh dich an, Meister über dein eigenes Recht, Erfinder der Gesetze, schäbiger Dieb mit verschobener Optik, sie es dir an. Du warst es, du hast dich verloren, dich weggestohlen und mit dem Finger von dir weggezeigt während alle, aber gar alle es anders erlebten.
Es gnade dir Gott am Tag an dem du verstehst, dass du die Schuld trägst am Ende des schönsten gemeinsamen Traums. Kommst du dann zu spät, wird der Zeiger für immer an dieser Stelle springen.
oder
Sorry zu spät - ohne Komma
Ich kam zu spät, mit dem (zu) späten Sorry.
Du darfst dir einreden, dass du im Recht bist. Du darfst dir die eigene Wahrheit zurechtlegen wie eine vorbezahlte Nutte, sie nach deinen Vorstellungen rannehmen, die kleinen süssen Gemeinheiten aus ihr stossen, sie benutzen als dein Mittel gegen die von tief unten anschleichende Gewissheit, zu lügen.
Keiner wundert sich, wenn du dich als Opfer von abstrusen Verschwörungen oder permanenter Kritik siehst. Deine Lebenserfahrung gilt fast immer als Passe-partout für bornierte Gesetze, die du über dein Scheitern nagelst mit harten, hasstriefenden Holzbrettern ans Uhrwerk, das grosse, gewaltige.
Dutzende Paare trennen sich. Wo die Liebe hinfällt, findet sie auch Fluchtwege, Schlupflöcher. Was sich einst schwor eins zu sein, spaltet irgendwann das innerste Atom wegen anderer Kleinigkeiten. Die Geschichten, du kennst sie alle. Von der fremden Person im Bett bis zum schwindenden Traum, vom erloschenen Feuer bis zum urkundenfälschenden Traumprinzen mit Doppelleben. Wenn das Zahnrad der Trennungsgründe einrastet, mögen zwar zwei verschiedene Uhrzeiten angezeigt sein, aber die Stunde schlägt, gegen alle Willen, in jeder Logik.
Die Zeit fliesst weiter, die Uhren fliessen weiter, neue Rädchen beleben den Schwung. Neue Zeitabschnitte lassen neue Zeitreisende mitfliessen, man entwickelt, sich, Gefühle, neue Lebensstränge, neue Begleitung, neue Leitung. Die Zeit ist Heil und Zuflucht, Wunder und liebevoller Aufbautrainer.
Zeitsprung. Wo ich dachte, meine Zeit sei gekommen, kam die Zeit mich ranzunehmen. Zur vollen Stunde, ruckt, springt zurück, will Vergangenheit sein, stellt Fragen zur Richtigkeit des Verlaufs.
Du darfst dir einreden was du willst, aber du kannst dich nicht rausreden, wenn die Zeitung in der neuen Auflage plötzlich anders abrechnet.
Das hast du dir anders vorgestellt. Das Pendel bleibt stehen. Ein Mann im weissen Kittel betritt dein Atelier, knallt dir die Fakten auf den Tisch und gibt dir einen Auftrag: zähl rückwärts. Geh, ganz langsam, mit dem Zeigefinger auf dem Verlauf der gemeinsamen Fotostrecken nach hinten. Versuch dich ganz genau zu erinnern, wer du einmal warst, wem du wer warst und was aus dir wurde währenddessen. Lass dir keine Zeit, beginn, such den Fehler bei dir, an dir, in dir. Die Uhr ist geduldig, aber wenn sie springt, will sie dir einen Sprung zeigen. Er findet sich dort, wo dein Bild von dir zu verzerren beginnt, wo du aufbegehrst, wo du zum Trugbild mutierst, wo du mit dem Finger auf andere Stränge zeigst und dich auf Sinuswellen verlierst und die Wahrheit zu biegen beginnst.
Falls du deine Wahrheit verbogen hast, deine Wahrheit in Wahrheit einen Bogen macht, du dich verloren hast, dann, ja dann bist du richtig hier.
Sieh dich an, Meister über dein eigenes Recht, Erfinder der Gesetze, schäbiger Dieb mit verschobener Optik, sie es dir an. Du warst es, du hast dich verloren, dich weggestohlen und mit dem Finger von dir weggezeigt während alle, aber gar alle es anders erlebten.
Es gnade dir Gott am Tag an dem du verstehst, dass du die Schuld trägst am Ende des schönsten gemeinsamen Traums. Kommst du dann zu spät, wird der Zeiger für immer an dieser Stelle springen.
Samstag, 1. Dezember 2012
Ralph Siegel mag mich nicht
«Leider ist die Welt heute so brutal und geschmacklos, aber das sind alles Neider.»
Das sagt der Ralphie über Stämpf und mich. Weil wir der Lys Assia ausgeteilt haben, dem Sprachrohr des Jenseits.
Mir kam der Gedanke bereits spontan und ich habe ihn auch schon gepostet, aber es gibt auch Tage, an denen man nicht zu allzuviel Schreibflow (you hows the schreibflow!?) kommt. Drum nochmal:
Ralph Siegel wirft mir also Neid vor, nennt mich brutal und geschmacklos.
Brutal unterschreibe ich. Dass mein Wort in Schrift und Ton manchmal ausfährt, ist mir klar. Der Neid, nunja, ich musste kein Video zu einem Ü60-Guetta Track hinscheissen um in einer Quali zu scheitern und was Lys Assias "Erfolge" angeht, sehe ich da nichts was ich nachzuholen hätte. Selbe Aussage wiederholt sich für den hint zu "geschmacklos". Schlechte Verlierer sind auch keine besseren Menschen gewesen, bevor sie zu schlechten Verlierern wurden.
Es wundert mich grundsätzlich, dass ich es in den Kosmos von Ralph Siegel geschafft habe. Ich weiss ja, wer das ist. Als ich begann Musik zu machen, waren es Typen wie er, die für uns der Inbegriff des Teufels waren: Akkord-Produzenten, Erfolgswelle, abgehoben und saniert. Die Chefs im Game, aber eben in dem Teil, der mich abstösst, von dem ich an dem Tag wieder wegwollte, als mich die erste Plattenfirma abwerben wollte. Diese komischen Typen im Hintergrund, von denen man nie so genau weiss, was ihre Motive sind. Die Typen, die uns die Milli Vanillis beschert haben, die Vinyl verschwinden lassen wollten, für das Scheitern der CD Schuld tragen, Internet verschliefen und nun Geld aus armen kleinen Castingfürzen und steinzeitlichen Marketingoffensiven pressen, als wäre letzter Tag am Zitronenstand. Farian, Siegel, Bohlen... ich gönne denen jeden Rappen, aber ich weiss nicht, ob die gut schlafen.
Jetzt mit 32, blicke ich zufrieden zurück auf das, was ich in diesem Haifischbecken trotz unwirtlicher Zustände erreicht habe und stelle erquickt fest: In jungen Jahren war ein wichtiger Antrieb, es "denen da oben" zu zeigen. Majorlabels, Popacts, Bonzen, hochnäsige Manager, Kritiker usw... alle wollte ich sie vom Ross holen. Allerdings gibt es gar keine Möglichkeit, das zu tun, wörtlich. Man kann sie ja nicht einfach wegzaubern, man kann höchstens die Party crashen. Diese Crashes waren für mich immer wieder die Highlights einer alternativen Karriere, die Meilensteine am Wegrand des Traums, den ich mit 13 vor dem Taperecorder hatte. Ob nun das Hausverbot am Prix Walo, Thomy F's Anzeige, das Benissimo Debakel, verbrannte Verträge oder fliegende Möbel: alles im Prinzip nur kleine Beweise dafür, dass es RocknRoll noch gibt und die Ralph Siegels dieser Welt uns den Spass nicht klauen können.
Ja, es mag oft kindisch daherkommen, was ich tue. Aber wer hat denn schon das berufliche Privileg, Kind sein zu dürfen?
Diesen Freitag wurde publiziert, dass der grosse Ralph Siegel eine Meinung zu mir hat. Auch diesen Satelliten habe ich somit gestreift. Das böse Imperium hat ein weiteres Mal einen lästigen Mückenstich auf dem Metallarsch hinnehmen müssen. Und wenn es nur 10 Sekunden waren, für mich ist es die Welt, für mich ist es ein Beweis.
Das sagt der Ralphie über Stämpf und mich. Weil wir der Lys Assia ausgeteilt haben, dem Sprachrohr des Jenseits.
Mir kam der Gedanke bereits spontan und ich habe ihn auch schon gepostet, aber es gibt auch Tage, an denen man nicht zu allzuviel Schreibflow (you hows the schreibflow!?) kommt. Drum nochmal:
Ralph Siegel wirft mir also Neid vor, nennt mich brutal und geschmacklos.
Brutal unterschreibe ich. Dass mein Wort in Schrift und Ton manchmal ausfährt, ist mir klar. Der Neid, nunja, ich musste kein Video zu einem Ü60-Guetta Track hinscheissen um in einer Quali zu scheitern und was Lys Assias "Erfolge" angeht, sehe ich da nichts was ich nachzuholen hätte. Selbe Aussage wiederholt sich für den hint zu "geschmacklos". Schlechte Verlierer sind auch keine besseren Menschen gewesen, bevor sie zu schlechten Verlierern wurden.
Es wundert mich grundsätzlich, dass ich es in den Kosmos von Ralph Siegel geschafft habe. Ich weiss ja, wer das ist. Als ich begann Musik zu machen, waren es Typen wie er, die für uns der Inbegriff des Teufels waren: Akkord-Produzenten, Erfolgswelle, abgehoben und saniert. Die Chefs im Game, aber eben in dem Teil, der mich abstösst, von dem ich an dem Tag wieder wegwollte, als mich die erste Plattenfirma abwerben wollte. Diese komischen Typen im Hintergrund, von denen man nie so genau weiss, was ihre Motive sind. Die Typen, die uns die Milli Vanillis beschert haben, die Vinyl verschwinden lassen wollten, für das Scheitern der CD Schuld tragen, Internet verschliefen und nun Geld aus armen kleinen Castingfürzen und steinzeitlichen Marketingoffensiven pressen, als wäre letzter Tag am Zitronenstand. Farian, Siegel, Bohlen... ich gönne denen jeden Rappen, aber ich weiss nicht, ob die gut schlafen.
Jetzt mit 32, blicke ich zufrieden zurück auf das, was ich in diesem Haifischbecken trotz unwirtlicher Zustände erreicht habe und stelle erquickt fest: In jungen Jahren war ein wichtiger Antrieb, es "denen da oben" zu zeigen. Majorlabels, Popacts, Bonzen, hochnäsige Manager, Kritiker usw... alle wollte ich sie vom Ross holen. Allerdings gibt es gar keine Möglichkeit, das zu tun, wörtlich. Man kann sie ja nicht einfach wegzaubern, man kann höchstens die Party crashen. Diese Crashes waren für mich immer wieder die Highlights einer alternativen Karriere, die Meilensteine am Wegrand des Traums, den ich mit 13 vor dem Taperecorder hatte. Ob nun das Hausverbot am Prix Walo, Thomy F's Anzeige, das Benissimo Debakel, verbrannte Verträge oder fliegende Möbel: alles im Prinzip nur kleine Beweise dafür, dass es RocknRoll noch gibt und die Ralph Siegels dieser Welt uns den Spass nicht klauen können.
Ja, es mag oft kindisch daherkommen, was ich tue. Aber wer hat denn schon das berufliche Privileg, Kind sein zu dürfen?
Diesen Freitag wurde publiziert, dass der grosse Ralph Siegel eine Meinung zu mir hat. Auch diesen Satelliten habe ich somit gestreift. Das böse Imperium hat ein weiteres Mal einen lästigen Mückenstich auf dem Metallarsch hinnehmen müssen. Und wenn es nur 10 Sekunden waren, für mich ist es die Welt, für mich ist es ein Beweis.
Dienstag, 27. November 2012
Helfer-Syndrom-Psychopathen
Kennt ihr das?
Euer Leben funktioniert. Wie oft in turbulenten Umständen distanziert man sich von allerlei Gemensch um einen rum. Je näher der Mensch war, desto komplizierter wirds meistens.
Nun haben solche Leute, die man auf Distanz hält, oft nicht ganz dasselbe Verständnis zum Sachverhalt dieser Massnahme. Meist kommt noch ein wenig direktes Piesaken, SMS, Anrufe zur dümmsten Zeit im dümmsten Zustand, "zufällige" Treffen und versteckte Botschaften auf allen Kanälen. Das ist zu handhaben. Irgendwann: Ruhe.
Mit der Zeit, da diese Ruhe erhalten bleibt und der andere (ICH!) genau NICHTS unternimmt, häufen sich Fragen, Zweifel, Ideen und wildeste Rückschlüsse. Und hier nun taucht besagte Spezies auf: Das hilfsbereite Arschloch. Sie können gut zuhören. Und haben gute Strategien. Und bezüglich mir haben sie entweder eine Meinung oder eine Geschichte (meine Tochter, mein Nachbar, mein bester Freund, whatever) und sie saugen auf, was nicht zwischen ihren Glibbrigen Sensationslüsternen Schwulsthänden oder den Beinen zerrinnt. Irgendwann kommen sie in eine Situation, die sie sehr bald bereuen werden:
Sie beziehen mich ein.
Entweder sie machen es elegant beiläufig, sind zufällig irgendwo, wo ich bin (sie nie waren). Das sind die Einzelkämpfer mit der Vision oder dem Verlangen, endlich herauszufinden, was ich wohl für ein (wow, geil, berühmter) Spinner bin. Nach kurzem Smalltalk fallen sie mit der Tür ins Haus, sie sind eine gute Kollegin (Bekannte, Zellennachbarin, Entzugshelferin, Verwandte 4. Grades, Heilerin, Sozialberaterin usw) meiner Mutter, zum Beispiel. Alarm Abbruch. Ich darf mir dann zum wievieltesten Male Vorwürfe anhören, die fernab meiner eigentlichen Grundsätze liegen, muss mir Beteuerungen anhören, sublime gemeine zurückgespielte Bälle. "meld di doch mol wider bi ihra"
Das ist dann nach einigen Minuten vorbei, ich habe meistens nicht viel gesagt und tue es auch danach nicht.
Steigerungsform 2: Der betrunkene Spontanhelfer
Selbe Spezies gibt es auch in zurückhaltend. Diese Leute haben unter Umständen Jahre lang den Müll eines meiner Blutsverwandten gehört, kennen irgendwie meine Geschichte, dann aber eben doch nicht und irgendwie bin ich eben auch etwas einschüchternd, wenn nüchtern, denn ich bin ziemlich schlagfertig und laut. Sind diese Schläfer der Hilfswerke aber genug angetrunken, in heimischem Rudel (noch besser) oder einfach schlicht in der Witterung einer einmaligen Chance mir eins auszuwischen, dann jetzt LOS.
Steigerungsform 3: Der totale Gutmensch
Die wahrhaftigste und leider gleichzeitig auch penetranteste und gefährlichste Form, weil on a suicide mission, sind die Über-Freunde, die sich meine bewusst auf Distanz gehaltenen Mitmenschen in der grössten Überzeugung schnappen und höchstpersönlich mit ihnen antraben. Sie wollen keinen übergehen, bevorteilen, sie glauben wirklich ganz fest daran, dass wir alle unsere Probleme einfach verarbeiten, wenn wir uns nur wiedersehen. Bei diesem eigentlich doch nur gut gemeinten Vorgang wird jedoch eine Sache völlig ausser Acht gelassen: Ich. Will. Nicht.
Euer Leben funktioniert. Wie oft in turbulenten Umständen distanziert man sich von allerlei Gemensch um einen rum. Je näher der Mensch war, desto komplizierter wirds meistens.
Nun haben solche Leute, die man auf Distanz hält, oft nicht ganz dasselbe Verständnis zum Sachverhalt dieser Massnahme. Meist kommt noch ein wenig direktes Piesaken, SMS, Anrufe zur dümmsten Zeit im dümmsten Zustand, "zufällige" Treffen und versteckte Botschaften auf allen Kanälen. Das ist zu handhaben. Irgendwann: Ruhe.
Mit der Zeit, da diese Ruhe erhalten bleibt und der andere (ICH!) genau NICHTS unternimmt, häufen sich Fragen, Zweifel, Ideen und wildeste Rückschlüsse. Und hier nun taucht besagte Spezies auf: Das hilfsbereite Arschloch. Sie können gut zuhören. Und haben gute Strategien. Und bezüglich mir haben sie entweder eine Meinung oder eine Geschichte (meine Tochter, mein Nachbar, mein bester Freund, whatever) und sie saugen auf, was nicht zwischen ihren Glibbrigen Sensationslüsternen Schwulsthänden oder den Beinen zerrinnt. Irgendwann kommen sie in eine Situation, die sie sehr bald bereuen werden:
Sie beziehen mich ein.
Entweder sie machen es elegant beiläufig, sind zufällig irgendwo, wo ich bin (sie nie waren). Das sind die Einzelkämpfer mit der Vision oder dem Verlangen, endlich herauszufinden, was ich wohl für ein (wow, geil, berühmter) Spinner bin. Nach kurzem Smalltalk fallen sie mit der Tür ins Haus, sie sind eine gute Kollegin (Bekannte, Zellennachbarin, Entzugshelferin, Verwandte 4. Grades, Heilerin, Sozialberaterin usw) meiner Mutter, zum Beispiel. Alarm Abbruch. Ich darf mir dann zum wievieltesten Male Vorwürfe anhören, die fernab meiner eigentlichen Grundsätze liegen, muss mir Beteuerungen anhören, sublime gemeine zurückgespielte Bälle. "meld di doch mol wider bi ihra"
Das ist dann nach einigen Minuten vorbei, ich habe meistens nicht viel gesagt und tue es auch danach nicht.
Steigerungsform 2: Der betrunkene Spontanhelfer
Selbe Spezies gibt es auch in zurückhaltend. Diese Leute haben unter Umständen Jahre lang den Müll eines meiner Blutsverwandten gehört, kennen irgendwie meine Geschichte, dann aber eben doch nicht und irgendwie bin ich eben auch etwas einschüchternd, wenn nüchtern, denn ich bin ziemlich schlagfertig und laut. Sind diese Schläfer der Hilfswerke aber genug angetrunken, in heimischem Rudel (noch besser) oder einfach schlicht in der Witterung einer einmaligen Chance mir eins auszuwischen, dann jetzt LOS.
Steigerungsform 3: Der totale Gutmensch
Die wahrhaftigste und leider gleichzeitig auch penetranteste und gefährlichste Form, weil on a suicide mission, sind die Über-Freunde, die sich meine bewusst auf Distanz gehaltenen Mitmenschen in der grössten Überzeugung schnappen und höchstpersönlich mit ihnen antraben. Sie wollen keinen übergehen, bevorteilen, sie glauben wirklich ganz fest daran, dass wir alle unsere Probleme einfach verarbeiten, wenn wir uns nur wiedersehen. Bei diesem eigentlich doch nur gut gemeinten Vorgang wird jedoch eine Sache völlig ausser Acht gelassen: Ich. Will. Nicht.
Samstag, 17. November 2012
Partynson
Das Leben ist... ach, ehrlich Scheiss drauf, ob da wieder Limonen serviert werden. Tatsache ist, dass ich mich fernhalte von allem, was mit meiner Vergangenheit zu tun hat. Meistens denke ich beim Blick zurück nur daran, dass ich ganz offensichtlich die geistige Mülldeponie für alle Probleme meiner Blutsverwandten war. Und bin.
Heute. Ich halte mich fern, ich will keine Beziehungen, ich will keinerlei Geschichten, Tratsch oder sonstige Updates von der Welt früher. Aber ich habe sie bekommen - ich konnte nicht wegrennen. Der5 Teufel war betrunken und offen, redselig und emotional verwirrt. Also weiss ich jetzt neben meinen genetischen Tendenzen zu Alkoholismus, Schizophrenie und Krebs, darf ich mich neu auch noch über eine ansehnliche Quote für Parkinson freuen. So absurd. Naja, mein Bewegungsapparat war nie mein Freund. Aber musste man mir das mitteilen? Und warum? Soll ich mich etwa düber freuen? nach Tiumoren im Kopf, Blutkrankheiten, Immunschwächen jetzt auch noch "Hurra, bald werde ich zittern!"?
Es ist so bescheuert. Jetzt hatte ich echt 2 gute Monate.
Heute. Ich halte mich fern, ich will keine Beziehungen, ich will keinerlei Geschichten, Tratsch oder sonstige Updates von der Welt früher. Aber ich habe sie bekommen - ich konnte nicht wegrennen. Der5 Teufel war betrunken und offen, redselig und emotional verwirrt. Also weiss ich jetzt neben meinen genetischen Tendenzen zu Alkoholismus, Schizophrenie und Krebs, darf ich mich neu auch noch über eine ansehnliche Quote für Parkinson freuen. So absurd. Naja, mein Bewegungsapparat war nie mein Freund. Aber musste man mir das mitteilen? Und warum? Soll ich mich etwa düber freuen? nach Tiumoren im Kopf, Blutkrankheiten, Immunschwächen jetzt auch noch "Hurra, bald werde ich zittern!"?
Es ist so bescheuert. Jetzt hatte ich echt 2 gute Monate.
Dienstag, 13. November 2012
Faszination ESC Concours
So, die Vorquali läuft.
Ausgewählt wurde, was am meisten Medienpräsenz, beste Idee, besten Song oder schönstes Video hatte. Das spielt wohl Hand in Hand und ist auch irgendwo sinnvoll, wenn es am meisten Stimmen von Jury und Volk bekommt, das Brot für die Spiele.
Wie immer mussten auch einige über die Klinge springen, die man sich im Endeffekt nicht gross erklären kann, weil ihre Songs definitiv gut in den Kuchen gepasst hätten. Viele Beiträge waren natürlich auch nur nicht ganz fertig gedachter Mist - und auf einen im speziellen möchte ich kurz eingehen. Es soll als aktuelles Fallbeispiel zeigen, wie man es NICHT mehr machen soll, wenn man an den ESC will. Bitte.
Ich stelle meine Analyse aus für den Song "All in your Head" von Lys Assia feat. New Jack, produziert von Ralph Siegel.
Unter dem
1. Alle von "Flegel" Stämpfs Anweisungen befolgt
Stämpfs gemeines Feedback
Letztes Jahr flogen Assia/Siegel noch in der Quali Sendung raus. Sie konnte auf ihren damals noch nicht ganz so ramponierten Ruf als Grande Dame (siehe Diva) aufbauen, was sie auch tat. Ihre Reaktion auf das Jury Feedback sorgte für Entsetzen und Belustigung, wurde aber allgemein eher als das ungelenke Verbalverhalten einer betagten Dame wahrgenommen, die nicht so recht weiss, wie ihr geschieht.
Umso erstaunlicher aber, dass der neue Song von Ralph Siegel genau dieses Feedback tadellos umsetzt: Der junge Sound, die Anleihen aus Dance und HipHop, die visuelle Verstärkung, das Video, der Text, einfach ALLES wurde dem Feedback der Jury angepasst. Sie hatte sich sogar extra etwas "rot-weisses" gekauft. Duh!
2. Jeden genervt, der ein Mikro halten konnte
Aufgefallen dürfte sein, dass das Fehlwerk des Teufels sich einer Gruppe junger Rapper bediente. New Jack. Es liegt mir fern, diese Jungs auch nur im Ansatz zu kritisieren, sie sind mir sehr sympathisch und haben wohl gar nicht so genau gewusst, was da auf sie zukam. Item, hinter den "Rap-Parts" gibt es eine Geschichte.
Lys Assia fehlt es an Glaubwürdigkeit, mit diesem Quark von einem Song sowieso. Also muss man diese Vergrössern, die Zielguppe erweitern, die Kredibilität wiederherstelln. HipHop gilt als authentische Kunstform. Noch authentischer wirkt es, wenn ein Schweizer Rapper auf dem Song hilft, denn man weiss ja: wo die Kuh scheisst, da will sie auch weiden gern. Hätte man also die Jungen und die Schweizer wieder hinter sich. Ralph Siegel nahm sich dieses Problems an. Er telefonierte.
Er telefonierte viel: An Manager, Plattenfirmen, Medien. Irgendwann hatte er einige Namen beisammen und versuchte sich direkt bei entsprechenden, Englisch (!) rappenden Artists. Er rief oft an, einige sprachen von Stalking. Da Ralph Siegel so etwas wie ein rotes Tuch für unsere Art Musik ist, wurde er durchgereicht, bis er schliesslich bei New Jack landete. Sie waren nach x Versuchen die ersten, die das Projekt interessant fanden.
Dieses Verfahren sorgte szeneintern für Belustigung: Die ganze Authenzität, die Siegel sich wünschte, ging so natürlich parallel zur Aktion flöten. Du kannst nicht jedem erzählen, du hättest DEN Song, wen du schliesslich alle gefragt hast und keiner will. Eigentor. Tipp: Geh nächstes Mal mit so einem Projekt zu den Jungs von der Hitmill, die sind nett, super und können sowas ohne grosses Pipapo.
3. Mieseste Verliererin der Welt
Letztes Jahr wars die Jury, dieses Jahr ist es gemäss facebook der "Tonk Tonk" Anlass selbst: Die Assia findet mehr Schuldige als Texas in Mexiko. Dieses Mal siehst sie den Feind in Anthony Bighead, der - jetzt wirds lustig - einen Dance Song mit Rap gemacht hat, sich als Affe verkleidet und somit unverblühmt dasselbe wie Assia/Siegel macht. Er weiss es allerdings selber und versucht auch gar nicht erst auf Analytiker und Weltenverbesserer in Sachen Musik zu machen - und er riecht nicht nach Geld. Ihn jetzt direkt anzugeigen ist mitunter das allerletzte was sich diese Rentnerin erlauben darf, denn er hat offenbar begriffen, was der andern nicht in den Kopf will: Dein Name ist nichts Wert und dein Song kann so Quatsch sein, wie er will, solange die Idee stimmt und du sie vermitteln kannst, bist du IMMER auf der sicheren Seite. Mach dich nicht mehr zum Affen Lys.
4. Mein Tipp für nächstes Jahr
Natürlich wirst du nächstes Jahr nicht mehr mitmachen, weil du "diesen Wettbewerb nicht mehr ernst nehmen kannst" (ich vorzitiere und gratuliere - du bist 10 Jahre zu spät in Einsicht). Dennoch wirst du einen Song von Siegel promoten, irgendwie und ich vermute sehr stark, dass wenn du deine Abwesenheit genug früh ankündest, dass du in der Jury neben Stämpf landest, WEIL... the show must go on. Und da gibt es dann ein paar Batzeli und wieder etwas Applaus und ich rate dir nimm das dann als beste Erinnerung wieder mit, Babuschka, es kommt nie wieder.
Ausgewählt wurde, was am meisten Medienpräsenz, beste Idee, besten Song oder schönstes Video hatte. Das spielt wohl Hand in Hand und ist auch irgendwo sinnvoll, wenn es am meisten Stimmen von Jury und Volk bekommt, das Brot für die Spiele.
Wie immer mussten auch einige über die Klinge springen, die man sich im Endeffekt nicht gross erklären kann, weil ihre Songs definitiv gut in den Kuchen gepasst hätten. Viele Beiträge waren natürlich auch nur nicht ganz fertig gedachter Mist - und auf einen im speziellen möchte ich kurz eingehen. Es soll als aktuelles Fallbeispiel zeigen, wie man es NICHT mehr machen soll, wenn man an den ESC will. Bitte.
Ich stelle meine Analyse aus für den Song "All in your Head" von Lys Assia feat. New Jack, produziert von Ralph Siegel.
Unter dem
1. Alle von "Flegel" Stämpfs Anweisungen befolgt
Stämpfs gemeines Feedback
Letztes Jahr flogen Assia/Siegel noch in der Quali Sendung raus. Sie konnte auf ihren damals noch nicht ganz so ramponierten Ruf als Grande Dame (siehe Diva) aufbauen, was sie auch tat. Ihre Reaktion auf das Jury Feedback sorgte für Entsetzen und Belustigung, wurde aber allgemein eher als das ungelenke Verbalverhalten einer betagten Dame wahrgenommen, die nicht so recht weiss, wie ihr geschieht.
Umso erstaunlicher aber, dass der neue Song von Ralph Siegel genau dieses Feedback tadellos umsetzt: Der junge Sound, die Anleihen aus Dance und HipHop, die visuelle Verstärkung, das Video, der Text, einfach ALLES wurde dem Feedback der Jury angepasst. Sie hatte sich sogar extra etwas "rot-weisses" gekauft. Duh!
2. Jeden genervt, der ein Mikro halten konnte
Aufgefallen dürfte sein, dass das Fehlwerk des Teufels sich einer Gruppe junger Rapper bediente. New Jack. Es liegt mir fern, diese Jungs auch nur im Ansatz zu kritisieren, sie sind mir sehr sympathisch und haben wohl gar nicht so genau gewusst, was da auf sie zukam. Item, hinter den "Rap-Parts" gibt es eine Geschichte.
Lys Assia fehlt es an Glaubwürdigkeit, mit diesem Quark von einem Song sowieso. Also muss man diese Vergrössern, die Zielguppe erweitern, die Kredibilität wiederherstelln. HipHop gilt als authentische Kunstform. Noch authentischer wirkt es, wenn ein Schweizer Rapper auf dem Song hilft, denn man weiss ja: wo die Kuh scheisst, da will sie auch weiden gern. Hätte man also die Jungen und die Schweizer wieder hinter sich. Ralph Siegel nahm sich dieses Problems an. Er telefonierte.
Er telefonierte viel: An Manager, Plattenfirmen, Medien. Irgendwann hatte er einige Namen beisammen und versuchte sich direkt bei entsprechenden, Englisch (!) rappenden Artists. Er rief oft an, einige sprachen von Stalking. Da Ralph Siegel so etwas wie ein rotes Tuch für unsere Art Musik ist, wurde er durchgereicht, bis er schliesslich bei New Jack landete. Sie waren nach x Versuchen die ersten, die das Projekt interessant fanden.
Dieses Verfahren sorgte szeneintern für Belustigung: Die ganze Authenzität, die Siegel sich wünschte, ging so natürlich parallel zur Aktion flöten. Du kannst nicht jedem erzählen, du hättest DEN Song, wen du schliesslich alle gefragt hast und keiner will. Eigentor. Tipp: Geh nächstes Mal mit so einem Projekt zu den Jungs von der Hitmill, die sind nett, super und können sowas ohne grosses Pipapo.
3. Mieseste Verliererin der Welt
Letztes Jahr wars die Jury, dieses Jahr ist es gemäss facebook der "Tonk Tonk" Anlass selbst: Die Assia findet mehr Schuldige als Texas in Mexiko. Dieses Mal siehst sie den Feind in Anthony Bighead, der - jetzt wirds lustig - einen Dance Song mit Rap gemacht hat, sich als Affe verkleidet und somit unverblühmt dasselbe wie Assia/Siegel macht. Er weiss es allerdings selber und versucht auch gar nicht erst auf Analytiker und Weltenverbesserer in Sachen Musik zu machen - und er riecht nicht nach Geld. Ihn jetzt direkt anzugeigen ist mitunter das allerletzte was sich diese Rentnerin erlauben darf, denn er hat offenbar begriffen, was der andern nicht in den Kopf will: Dein Name ist nichts Wert und dein Song kann so Quatsch sein, wie er will, solange die Idee stimmt und du sie vermitteln kannst, bist du IMMER auf der sicheren Seite. Mach dich nicht mehr zum Affen Lys.
4. Mein Tipp für nächstes Jahr
Natürlich wirst du nächstes Jahr nicht mehr mitmachen, weil du "diesen Wettbewerb nicht mehr ernst nehmen kannst" (ich vorzitiere und gratuliere - du bist 10 Jahre zu spät in Einsicht). Dennoch wirst du einen Song von Siegel promoten, irgendwie und ich vermute sehr stark, dass wenn du deine Abwesenheit genug früh ankündest, dass du in der Jury neben Stämpf landest, WEIL... the show must go on. Und da gibt es dann ein paar Batzeli und wieder etwas Applaus und ich rate dir nimm das dann als beste Erinnerung wieder mit, Babuschka, es kommt nie wieder.
Dienstag, 6. November 2012
Anja Conzett, ich bin DER BLOG
Er existiert nach wie vor, der dienstägliche Kolumnenspass in der Südostschweiz Zeitung. Nachdem meine Wenigkeit ihn letztes Jahr abgab, übernahm ihn Kollege Claudio Candinas und nun - ein definitiver Richtungswechsel - übernimmt ihn Anja Conzett.
Das wäre mir so eigentlich gar nicht allzugross aufgefallen. Wenn nicht und hätte nicht - gottlose Befangenheit ahoi - meine Jobwahl mich zufällig auch wieder gleichzeitig in das Medienspielplätzchen that Lebrument built heimgeführt.
So habe ich die Dame getroffen und sie hat sich mir vorgestellt, einen Tag später wusste ich sogar, dass sie (meinen, sie sagte "deinen" *schmacht*) den Blog weiterführen würde, nach Claudio.
Ich tendiere ja grundsätzlich zu jeder Art von widerborstend Cholerik wenns um mein Erbe oder nur schon um Einzug in meine Interessensbereiche geht. Alarmstimmung!!! Aber, huch, so kenne ich mich gar nicht, ich verspühre Tendenzen, das super zu finden. So kenne ich mich nicht und manch einer hält mich jetzt für einen Borderline-Emo. Kann sein.
Die Dame hat mich verfluchtes Gefluche gelobt, in der Zeitung Heute, Das ist wie ein Blowjob aus Buchstaben. Da geht bei mir nix mehr. Sie lobt mein FLUCHEN. Das ist so, als ob man Cthulu zum Gesichtswuchs applaudiert oder den Irak angreift: es entwaffnet.
Wenn mein Name 2 Mal in 3000 Zeichenb fällt, verspühre ich virtuelle Emotionen und Lendenzuckungen. Deshalb wollte ich mich umgehend bedanken. Also schrieb ich den widerlichsten Süssstoff als Entwurf für Anja Conzett - ich glaube die Wörter "Danke", "Reibungsreflex" und "Regenbogenscheisse" kamen drin vor. Wollte ich ihr schicken. Aber, nunja, die Anja Conzett, mein lieber Scholli, die ist einfacher zu finden als Äthiopische Mikadostäbchen auf einem Stacheltier im Heuhaufen. Kein Facebook, keine Mailadresse, aber lustzigerweise ein Interview mit ihr, wo sie erwähnt, dass sie kein Facebook oder sowas hat. Kackenpupen.
So bleibt mir und meinem Reibungsreflex nichts anderes übrig , als die Anmache auf eine Meta-Ebene zu hieven und hier einen strunzplumpen Blog zu verfassen, der zwar seinen Zweck erfüllt, jedoch nur auf Umwegen über EURE Gehirne. Irgendwann wird dann jemand der erste sein mit einem persönlichen Kontakt zu ihr und diese versteckte und verschreckte Botschaft überbringen.
Sagt ihr ich mag ihre Schuhe, das tönt nicht so aufdringlich.
Grüsse, der Apokalypsenzuckerglasurist
Das wäre mir so eigentlich gar nicht allzugross aufgefallen. Wenn nicht und hätte nicht - gottlose Befangenheit ahoi - meine Jobwahl mich zufällig auch wieder gleichzeitig in das Medienspielplätzchen that Lebrument built heimgeführt.
So habe ich die Dame getroffen und sie hat sich mir vorgestellt, einen Tag später wusste ich sogar, dass sie (meinen, sie sagte "deinen" *schmacht*) den Blog weiterführen würde, nach Claudio.
Ich tendiere ja grundsätzlich zu jeder Art von widerborstend Cholerik wenns um mein Erbe oder nur schon um Einzug in meine Interessensbereiche geht. Alarmstimmung!!! Aber, huch, so kenne ich mich gar nicht, ich verspühre Tendenzen, das super zu finden. So kenne ich mich nicht und manch einer hält mich jetzt für einen Borderline-Emo. Kann sein.
Die Dame hat mich verfluchtes Gefluche gelobt, in der Zeitung Heute, Das ist wie ein Blowjob aus Buchstaben. Da geht bei mir nix mehr. Sie lobt mein FLUCHEN. Das ist so, als ob man Cthulu zum Gesichtswuchs applaudiert oder den Irak angreift: es entwaffnet.
Wenn mein Name 2 Mal in 3000 Zeichenb fällt, verspühre ich virtuelle Emotionen und Lendenzuckungen. Deshalb wollte ich mich umgehend bedanken. Also schrieb ich den widerlichsten Süssstoff als Entwurf für Anja Conzett - ich glaube die Wörter "Danke", "Reibungsreflex" und "Regenbogenscheisse" kamen drin vor. Wollte ich ihr schicken. Aber, nunja, die Anja Conzett, mein lieber Scholli, die ist einfacher zu finden als Äthiopische Mikadostäbchen auf einem Stacheltier im Heuhaufen. Kein Facebook, keine Mailadresse, aber lustzigerweise ein Interview mit ihr, wo sie erwähnt, dass sie kein Facebook oder sowas hat. Kackenpupen.
So bleibt mir und meinem Reibungsreflex nichts anderes übrig , als die Anmache auf eine Meta-Ebene zu hieven und hier einen strunzplumpen Blog zu verfassen, der zwar seinen Zweck erfüllt, jedoch nur auf Umwegen über EURE Gehirne. Irgendwann wird dann jemand der erste sein mit einem persönlichen Kontakt zu ihr und diese versteckte und verschreckte Botschaft überbringen.
Sagt ihr ich mag ihre Schuhe, das tönt nicht so aufdringlich.
Grüsse, der Apokalypsenzuckerglasurist
Samstag, 3. November 2012
Der Bischof verklagt den Bachelor
Vitus Huonder ist ein Mann der Tat. Da sollen bitte keine Föten mehr entfernt werden aus den Vaginen, nachträglich. Seine Chefs sind doof - es braucht Radau. Er hat mit Gott gequatscht (nicht Chuck Norris, dem andern) und der hat ihm bestätigt: Hey unsere Crew lacked an Härte, lass uns den Trill trappen!
MC Vit-US sieght (heil!) sich deshalb berufen, der nach-vorehelichen-Agnostik-Befruchtung den Garaus zu machen. Wenn schon was drin sein könnte, lassen wir es drin. Ob es sich mit Fäusten und Ani ähnlich verhält konnte nicht eruiert werden. Der Agnostiker in mir würde es unbestimmt anzweifeln, um es dann offen zu lassen. Das A-Loch.
Just zum selben Zeitpunkt schickt uns der Belzebub den Penetrator schlechthin auf den Plan: Der Bachelor. Der geilste, testosteronste, nochmal geilste, 3tagebartigste, junggeselligste Junggeselle aller Junggesellen, der Selasie der Pimmelträger: Bätscheler!
Etwa 20 schamlose, offenes Haar, Hirn und Vaginen tragende, geile, wirklich brunftgeile Bitches buhlen um seinen Schwa... seine Gunst! Theoretisch also könnte der Bätscheler, so er denn das täte was jeder halbwegs normal denkende (oh, ich sehe das Problem schon) Mann (ah noch ein Problem) täte: Slamin' dem Hoes and crackin those Nuts! Booyakasha, fuck you Teabag, here's Creampie Johnny!
Also, rein Hypothesen mässig, könnte der Bätscheler - sofern er denn Christ ist - den fickenden Roundhouse Kick vollführen! Er könnte jeder der Schlampinchen von seiner Sterilization für Buddha erzählen (wird ja eh nachgeboren, was soll er also mit irdischen Goofen) - somit Schuld abschieben und denen räudige kleine Bätschelers in die Vaginen bömsen.
MC Wiituus wäre erledigt, die Vaginen happy und Bätscheler wäre der Chuck Norris mit Spritzspritze!
MC Vit-US sieght (heil!) sich deshalb berufen, der nach-vorehelichen-Agnostik-Befruchtung den Garaus zu machen. Wenn schon was drin sein könnte, lassen wir es drin. Ob es sich mit Fäusten und Ani ähnlich verhält konnte nicht eruiert werden. Der Agnostiker in mir würde es unbestimmt anzweifeln, um es dann offen zu lassen. Das A-Loch.
Just zum selben Zeitpunkt schickt uns der Belzebub den Penetrator schlechthin auf den Plan: Der Bachelor. Der geilste, testosteronste, nochmal geilste, 3tagebartigste, junggeselligste Junggeselle aller Junggesellen, der Selasie der Pimmelträger: Bätscheler!
Etwa 20 schamlose, offenes Haar, Hirn und Vaginen tragende, geile, wirklich brunftgeile Bitches buhlen um seinen Schwa... seine Gunst! Theoretisch also könnte der Bätscheler, so er denn das täte was jeder halbwegs normal denkende (oh, ich sehe das Problem schon) Mann (ah noch ein Problem) täte: Slamin' dem Hoes and crackin those Nuts! Booyakasha, fuck you Teabag, here's Creampie Johnny!
Also, rein Hypothesen mässig, könnte der Bätscheler - sofern er denn Christ ist - den fickenden Roundhouse Kick vollführen! Er könnte jeder der Schlampinchen von seiner Sterilization für Buddha erzählen (wird ja eh nachgeboren, was soll er also mit irdischen Goofen) - somit Schuld abschieben und denen räudige kleine Bätschelers in die Vaginen bömsen.
MC Wiituus wäre erledigt, die Vaginen happy und Bätscheler wäre der Chuck Norris mit Spritzspritze!
Montag, 29. Oktober 2012
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